Der ultimative Karriere-Stresstest – Sind Sie fit fürs Assessment Center?

von in Bewerbung am Montag, 2. August 2010 um 09:08

Zittrige Hände. Schwindel. Panik. Drei Dinge, die man bei einem Assessment Center auf keinen Fall haben sollte. Denn immerhin ist dieses bei Arbeitgebern nach wie vor beliebte Auswahlverfahren fast immer die Hürde, die es beim Karrieresprung zu überwinden gilt. Und dabei ist Souveränität gefragt. Damit das Assessment Center nicht zum ultimativen Karriere-Stresstest und damit zur unüberwindbaren Barriere wird, sollte man im Vorfeld keinesfalls auf intensive Vorbereitung verzichten.

Ein Schritt auf der Karriereleiter steht an. Zumindest wäre er möglich. Der Job ist reizvoll, das Anforderungsprofil würde wie die Faust aufs Auge passen und der erwartete Gehaltssprung würde genau zur Lebensplanung passen. Wenn da nicht noch etwas wäre: Das Assessment Center. Wer eine solche Situation kennt, weiß, dass nicht nur krisengebeutelte Großbanken derzeit vor Stresstests zittern …

Wenn Ihnen allein die Vorstellung den Blutdruck in die Höhe schnellen lässt, dass Sie gemeinsam mit sechs bis zwölf Kandidaten bis zu zwölf Tests zu absolvieren haben, die von Assessoren (=Prüfern) beobachtet werden, sollten Sie dringend an sich arbeiten. Denn wenn Sie die angestrebte Führungsposition haben wollen, werden Sie an einem solchen Auswahlverfahren nicht vorbeikommen.

Gehen Sie bei der Vorbereitung strukturiert vor.

Erstens: Machen Sie sich schlau, welche Übungen auf Sie zukommen werden. Informationen gibt es im Internet in Hülle und Fülle, beispielsweise hier, hier oder hier. Auch gibt es umfangreiche Ratgeberliteratur (zum Beispiel hier für jene, die sich mehr Zeit nehmen wollen. Fachspezifisches und Branchenwissen sollte bei einem Assessment Center selbstverständlich verfügbar sein. Jenes über das Unternehmen sowieso. Mit gutem Allgemeinwissen und dem aktuellen Tagesgeschehen lässt sich obendrein weitaus leichter argumentieren und – ganz wichtig – Smalltalk betreiben. Einen interessanten Check, wie fit Sie fürs Assessment sind, finden Sie übrigens hier.

Denken Sie zweitens daran, dass der oftmals negativ behaftete Begriff „Assessment Center“ von Firmen heute aus Imagegründen oftmals vermieden wird. Das Bild des Gladiatorenkampfes à la „wer am Schluss noch steht, hat gewonnen“, wird von vielen Unternehmen daher heute bewusst umgangen. Vielfach wird der Begriff „Assessment Center“ oftmals durch Bezeichnungen wie „Potenzialanalyse“ oder „Kennenlern-Wochenende“ umschrieben. Schauen Sie sich dazu am besten diese Seite an. Sollten Sie also auf letzeres eingeladen werden, denken Sie bitte nicht an eine gemütliche Berghütten-Party.

Drittens: Denken Sie über sich selbst intensiv nach, nur dann können Sie so unverkrampft wie nur irgendwie möglich an das Ganze herangehen. Welcher Typ Mensch sind Sie? Wo liegen Ihre Stärken? Was können Sie weniger gut? Wohin wollen Sie beruflich und privat? Wie schätzen Sie Ihre Möglichkeiten ein?

Viertens: Wenn Ihre Vorbereitung stimmt, können Sie sich locker darauf konzentrieren, Sie selbst zu sein und auf Ihre Ausstrahlung zu achten. Dafür ist nämlich Scharfsinn notwendig – wenn es in etwa darum geht, einzuschätzen, worum es in einer Trainingssituation geht und worauf sie abzielt. Wenn Sie diese durchschaut haben, können Sie Ruhe und Gelassenheit gleichzeitig mit Konzentration und Aufmerksamkeit ausstrahlen.

Und Fünftens: Lassen Sie sich nicht im Vorfeld schon verrückt machen!

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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