Der erste Job: 15 Fakten zum Berufseinstieg

von in Arbeitsmarkt, Jobsuche am Freitag, 5. November 2010 um 11:53

Jeder kann sich an ihn erinnern: Den ersten Job. Wie das war, als man frisch von der Schule oder Uni gekommen ist und sich auf einmal im Arbeitsalltag wiederfand. Die Freude, wenn man als Berufseinsteiger seinen ersten eigenen Lohnzettel in Händen hielt. Und was man sich dann um das erste eigene Geld gekauft hat. So sehr sich die romantisierten Erinnerungen gleichen, so unterschiedlich sind die Bedingungen, unter denen junge Menschen heute in den ersten Job eintreten, zeigt eine neue Untersuchung der Statistik Austria unter 15- bis 34-Jährigen. 15 Fakten, die zeigen, dass beim ersten Job nicht immer alles eitel Wonne ist.

  1. Atypisch: Jeder Vierte (27 Prozent) steigt mit einem atypischen Beschäftigungsverhältnis in den ersten Job ein.
  2. Geschlechterfalle I: Männer (20 Prozent) sind weniger von atypischen Beschäftigungsverhältnissen betroffen als Frauen (33 Prozent).
  3. Abschluss: Wer einen Lehrabschluss hat, hat mit 82 Prozent auch die höchste Chance, gleich mit einem Normalarbeitsverhältnis (unbefristeter Vollzeit-Job, sozialrechtliche Absicherung) ins Arbeitsleben einzutreten. Junge mit maximal Pflichtschulabschluss die geringste: 57 Prozent.
  4. Staatsbürgerschaft: Nicht ganz so weit driftet dies bei der Staatsbürgerschaft auseinander: 75 Prozent der jungen Österreicher haben gleich zu Beginn ein Normalarbeitsverhältnis, Personen ohne österreichischem Pass zu 65 Prozent.
  5. Selbsteinschätzung: 13 Prozent der jungen Erwachsenen glauben, für ihren ersten Job entweder über- oder unterqualifiziert zu sein.
  6. Überqualifiziert: Die Mehrheit davon (9,3 Prozent) glaubt, zu viel für den ersten Job am Kasten zu haben. 3,6 Prozent glauben, sie seien unterqualifiziert.
  7. Lehre: Personen mit Lehrabschluss (91 Prozent) sind subjektiv am öftesten ihrer Qualifikation entsprechend beschäftigt und Personen mit höchstens Pflichtschulabschluss (81 Prozent) am seltensten.
  8. Dauer: Die durchschnittliche Dauer des ersten Jobs beträgt drei Jahre und drei Monate.
  9. Treue: Leute, die glauben, für ihren Job entsprechend qualifiziert zu sein, bleiben im Schnitt 4 Jahre und einen Monat im ersten Job. Dreimal so lange wie jene, die sich überqualifiziert fühlen.
  10. Migrationshintergrund: Große Unterschiede bei der Dauer des ersten Jobs macht der Fakt „Migrationshintergrund ja oder nein“ aus. Mit Migrationshintergrund: 2 Jahre und 2 Monate. Ohne Migrationshintergrund: 4 Jahre und 2 Monate.
  11. Ausbildung: Dasselbe gilt für die Ausbildung. Mit Lehrabschluss: 3 Jahre und 8 Monate. Höchstens Pflichtschule: 1 Jahr und 9 Monate.
  12. Suchdauer: Zwei von drei 15- bis 34-Jährigen schaffen es innerhalb von drei Monaten nach Ausbildungsende in einen Job.
  13. Geschlechterfalle II: Junge Männer (76 Prozent) dürften es auch hier leichter haben als junge Frauen (55 Prozent).
  14. Familienbande: Soziale Netzwerke im Familien- und Bekanntenkreis sind für 30 Prozent der Berufseinsteiger die wichtigste Zugangsmöglichkeit in die erste stabile Beschäftigung.
  15. Inserate: 18 Prozent der ersten Jobs werden über Zeitungen gefunden, 17 Prozent durch Direkt- oder Blindbewerbungen ergattert.
Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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