Der Bündchen-Effekt : Alles für ein WOW

von in Arbeitsleben, Bewerbung am Freitag, 26. August 2011 um 12:40

Spieglein, Spieglein an der Wand, wer ist der/die Schönste im ganzen Land? Wenn es nach Herr und Frau Österreicher geht, ist die Antwort klar: ICH! Und damit das so bleibt, wird viel in das Aussehen investiert: Cremes, Diäten, sogar chirurgische Eingriffe. Die Österreicher nehmen viele Opfer in Kauf, um sich ihre Schönheit zu erhalten. Aber braucht man das im Berufsalltag? Der Bündchen-Effekt erscheint vielen als erstrebenswertes Ziel, aber macht er uns auch tatsächlich glücklich?

Schöne Menschen sind glücklicher und vor allem erfolgreicher. Ob im Job oder im Beziehungsalltag. Heißt es. Schöne Menschen haben es einfach immer leichter. Möchte man meinen. Unzählige Studien bestätigen, wie wichtig das äußere Erscheinungsbild ist. Nur gibt es mittlerweile schon so viele Experten und Studien zum Thema Schönheit, dass sich viele gegenseitig widersprechen. Verdient man nun mit gebleichten Zähnen mehr, oder ist gutes Aussehen ein Nachteil bei Bewerbungen? Was hat es auf sich mit der Schönheit?

Wenn man sich mit dem Thema Schönheit befasst, kommt man an Gisele Bündchen nicht vorbei. Das Topmodel gilt als der Inbegriff von Schönheit. Betritt sie einen Raum, entlockt sie allen Anwesenden automatisch ein „WOW“. Der Bündchen-Effekt eben. Ein makelloser Traumkörper, das symmetrische Gesicht und natürlich die wundervollen Haare. Männer vergöttern sie und Frauen müssen neidlos zugeben, dass diese Frau perfekt ist.

Aber kann man sich als Topmodel was anderes leisten, als perfekt zu sein? Frau Bündchen wird schließlich dafür bezahlt, dass sie so aussieht, wie sie aussieht. Wir werden dafür bezahlt, dass wir unsere Jobs tun. Trotzdem versuchen auch wir, diesen Bündchen-Effekt bei unseren Mitmenschen zu erzeugen. Dafür investieren wir viel Zeit und vor allem auch Geld in unser Äußeres. Aber bringt uns der Bündchen-Effekt beruflich weiter?

Die Gebote der Schönheit

Du sollst nicht stinken. Sei immer rank und schlank! Du sollst auch nicht altern. Ungeschminkt ins Büro gehen ist sowieso ein absolutes No-Go! Wenn man sich die Liste der Gebote ansieht, fragt man sich, wie man sich bei so viel Äußerlichkeiten noch auf die Arbeit konzentrieren soll?

Eine aktuelle market Studie befasste sich mit der Frage: Was nehmen die Österreicher für ihr gutes Aussehen auf sich? Dafür wurden 500 ÖsterreicherInnen befragt. Die Ergebnisse bestätigen: Man legt großen Wert auf das eigene Erscheinungsbild. Vor allem der Duft hat es Herrn und Frau Österreicher angetan. 85 Prozent der Befragten verwenden zumindest zweimal monatlich oder häufiger Duftwässerchen. Aber es gibt anscheinend auch so genannte „Schweinderl“, die sich tatsächlich nie mit Parfums eindecken.

Allzu heftige Bewegung zählt nicht unbedingt zu den Lieblingsaktivitäten der Österreicher. 92 Prozent bevorzugen immerhin spazieren oder walken, um sich den tollen Body zu erhalten. Zuckerfreie Getränke werden von Frauen und Männern gleichermaßen konsumiert. Die kalorienarme Ernährung ist jedoch nach wie vor eine Frauendomäne. So besagt die Studie: Mehr als die Hälfte der Frauen, aber nur jeder dritte Mann achtet zumindest mehrmals wöchentlich auch beim Essen auf das Gewicht.

Auch Schönheitseingriffe kämen für jede fünfte Befragte infrage. Mit dem „Älterwerden“ kommen 47 Prozent der Frauen nicht zurecht. Sobald die ersten Fältchen sichtbar werden, überlegt Frau Österreicher schon, mit welcher Methode man diese entfernen könnte. Auch Gisele Bündchen hat sich schon einige Male unters Messer gelegt. Schon vor Jahren hat sie sich die Nase korrigieren lassen und auch bei ihrer Oberweite hat sie chirurgisch nachhelfen lassen. Ihre Haare werden täglich von einem Friseur gestylt und für den Traumkörper steht sie täglich bis zu 5 Stunden auf der Fitness-Matte. Ihr Aussehen ist ihr Kapital, daher ist es nur verständlich, dass sie alles dafür tut, um perfekt auszusehen.

Ihre Schwäche macht Sie sympatisch

Was ist unser Kapital? Solange wir nicht Millionen durch Fotostrecken verdienen, können wir getrost sagen, es ist nicht unser Aussehen! Tagtäglich verbringen wir viel Zeit vor dem Spiegel, um gefällig für andere zu sein. Aber gefallen wir uns überhaupt noch selbst? Ist das nicht wichtiger als Perfektion? Respekt sich selbst und dem eigenen Körper gegenüber ist viel wichtiger als Perfektion nach außen. All das Make-up und Styling verschwinden, wenn wir unsere Arbeit rechtfertigen müssen. Dafür werden wir letztendlich bezahlt. Lassen Sie ruhig mal Imperfektion zu! Gerade unsere kleinen Schwächen machen uns aus. Und sympathisch. Daher genießen Sie den Tag und seien Sie einfach Sie selbst.

Redaktion

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