Der Countdown läuft: Erholsames Wochenende für alle!

von in Arbeitsleben am Freitag, 20. April 2012 um 10:28

Wochenende. Wochen-Ende. Für die meisten Menschen ist das Ende der Woche jedoch eigentlich erst der Anfang. Der Anfang von Freizeit, Vergnügungszeit und ausreichend Schlaf. Jene 48 Stunden, in denen man die Sau rauslassen und einfach man selbst sein kann. Wieso also das Ende im Namen?

Dem englischen Lord sei Dank

Fragt man das Internet, findet sich schnell der eine oder andere Eintrag zum Thema. Wikipedia etwa schreibt ganz sachlich: „Der Begriff Wochenende (abgekürzt WE) bezeichnet im Allgemeinen den Samstag bzw. Sonnabend sowie Sonntag. Wenn ein Feiertag auf einen Freitag oder Montag fällt, dann spricht man auch von einem langen Wochenende oder von einem verlängerten Wochenende.“ So weit, so gut. Eigentlich ist das Wort, das unter allen Wochentagen wohl die meisten Glücksgefühle auslöst, eine freie Übersetzung des englischen Wortes weekend. Dieses haben wir Lord Shaftesbury zu verdanken, der im 19. Jahrhundert den freien Samstagnachmittag eingeführt hat. Und nun wird es kompliziert: Seit der Übernahme der Wochentagszählung nach ISO 8601 durch die UNO im Jahr 1978 wird der Sonntag fast überall auf der Welt als der siebte Tag gezählt und wurde somit offiziell zum Ende der Woche. Da er in vielen Branchen arbeitsfrei ist, darf sich der Samstag als kleiner Bruder vom Sonntag  ebenfalls zur Wochenend-Familie zählen. Soweit zur Theorie.

Viel leichter in den Montag starten

Übrigens: Nach christlichem Verständnis dürfte der Sonntag streng genommen nicht zum Wochenende gerechnet werden, er wird eigentlich als erster Tag der Woche – und somit Wochenbeginn – angesehen. Dies hat, für Montagsmuffel jedoch den Vorteil, dass mit Sonntagabend der erste Tag der neuen Woche bereits geschafft und das nächste Wochenende schon wieder ein Stückchen näher ist. Es ist eben alles eine Frage der Betrachtung.

Das Glück ist kein Vogerl

Dass wir an freien Wochenenden meist glücklicher als unter der Woche sind, ist übrigens eine erforschte Tatsache names „Wochenend-Effekt“. Kein Wunder, gäbe es ohne Wochenende auch die schönen Begriffe wie Wochenendausflug, Wochenendlaune, Wochenendstimmung oder romantisches Wochenende nicht. Ebenso erforscht und bewiesen ist die Tatsache, dass man am Wochenende tatsächlich eine Auszeit vom Job nehmen und Diensthandy und Laptop ausschalten soll. Gesundheit und Firma werden es einem danken, denn wer am Wochenende (den Kopf) abschaltet, der reduziert die Gefahr für Burnout und Krankenstände.

Vorteile des Sonntagsdienstes

All jene, die auch die anderen Seiten des Wochenendes kennen – Stichwort Wochenenddienst, Wochenendseminar oder Wochenendfrust – seien damit getröstet, dass auch freie Tage unter der Woche so ihre Vorteile mit sich bringen. Zum einen lässt das Wetter an Wochenenden oft zu wünschen übrig. Ob dies mit der Luftverschmutzung durch den Verkehr zusammenhängt, oder doch nur Zufall ist, darüber streiten Forscher seit Langem. Fakt ist aber, dass unter der Woche mehr Geschäfte offen haben, Einkaufszentren nie so überfüllt sind wie an regnerischen Samstagen und sich Jungeltern, die gerade zu Hause in Karenz sind, über Besuch unter der Woche freuen. In diesem Sinne schließen wir uns den 3 Peheiros an und wünschen Euch allen ein schönes Wochenende!

Fotonachweis: Colourbox

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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