Mikrokosmos Büro: Vertragen sich Österreichs Kollegen?

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 30. Juli 2014 um 10:24

Österreichs Kollegen sind nett zueinander – zu diesem Ergebnis kommt nun eine repräsentative karriere.at-Studie: Acht von zehn Arbeitnehmern bewerten ihr Verhältnis zu Kollegen als positiv. Und sogar mit ihren Vorgesetzten kommen sie gut aus. Aber: Je älter die Arbeitnehmer umso weniger euphorisch sind sie auch im Umgang mit der Kollegenschaft.

Die Kollegin gegenüber nervt mit ihrer viel zu lauten Telefonstimme. Der Schreibtischnachbar räumt seine Kaffeetassen aus Prinzip nicht weg. Und die Vorgesetzte ist überhaupt die Ärgste: Kommt selbst immer zu spät und will dann aber binnen Minuten Ergebnisse sehen. Je später der Abend in geselliger Runde, desto lockerer gehen Unmutsäußerungen über Kollegen und Führungskräfte über die Lippen. Und irgendwann kommt dann der Punkt, wo sich der stille Beobachter fragt: Hallo?!? Versteht sich überhaupt noch jemand hier mit seinen Office-Buddies?

Einer repräsentativen karriere.at-Studie, durchgeführt von Marketagent.com zufolge, dürfte es sich bei den meisten „Konflikten“ am Arbeitsplatz wohl eher um harmlose Scharmützel handeln: Danach befragt, wie denn das Verhältnis zu den Kollegen so sei, berichten insgesamt acht von zehn von einem positiven Miteinander – fast 40 Prozent sogar „sehr positiv“. Nur jeder achte (12,2 Prozent) sagt, dass das Miteinander im Mikrokosmos Büro durchwachsen sei („teils, teils“). Gänzlich negativ sind die allerwenigsten eingestellt.

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Die meisten mögen ihre Chefs

Überraschend gut auch das Verhältnis der Studienteilnehmer – 509 Büro-Arbeitnehmer zwischen 20 und 65 Jahren wurden befragt – zu ihren direkten Vorgesetzten: Knapp drei Viertel berichten von einer positiven Grundstimmung. Naturgemäß etwas mehr haben gemischte Gefühle ihren Chefs gegenüber (16,3 Prozent) und 8,1 Prozent  – also nur einer von zwölf – beurteilt die Beziehung zum Vorgesetzten als schlecht.

Was bei genauerer Betrachtung auffällt: Die große Euphorie dem Vorgesetzten gegenüber nimmt mit dem Alter ab. So bewertet noch knapp jeder Zweite 30- bis 39 Jährige das Verhältnis zum Chef als „sehr positiv“. Bei jenen, die ihren 50er hinter sich haben, kann sich nur mehr ein Drittel zu dieser Einschätzung durchringen.

Bildnachweis: BhFoton / Quelle Shutterstock

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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