Bewusstsein vs. Ignoranz: Österreich ist gesund!

von in Arbeitsleben am Donnerstag, 29. September 2011 um 12:46

Österreich, das Land der Berge, Täler und Seen. Jetzt bekommt die Alpenrepublik noch ein ganz neues Prädikat: Österreich, das Land der gesunden Einwohner! So schätzen sich jedenfalls Herr und Frau Österreicher laut einer neuen Studie selbst ein. Allerdings ist nur ein Viertel der Befragten davon überzeugt, dass man die persönliche Gesundheit selbst beeinflussen kann. Warum sich also beim Sport abrackern, auf gesunde Ernährung achten oder etwas für den eigenen Körper tun? Österreich scheint gesegnet zu sein mit gesunden Menschen, oder?

Tagtäglich werden wir überhäuft mit guten Tipps und gesunden Ratschlägen, die helfen sollen, das Wohlbefinden zu verbessern. Produkte versprechen uns unter anderem ein tolles Immunsystem und ewige Jugend. Aber wir Österreicher haben das doch gar nicht nötig! Wir sind von Haus aus fit und gesund. So lassen sich jedenfalls die aktuellen Ergebnisse der GfK Austria Gesundheitsstudie deuten.

Das Wissen ist da, der Wille fehlt!

„Die Österreicher wissen, was für die eigene Gesundheit wichtig wäre, sind aber realistisch genug zu wissen, dass sie nur manchmal bewusst auf ihre Gesundheit achten“, sagt Silvia Bauernhofer, GfK-Expertin für Healthcare. 75 Prozent der befragten Teilnehmer fühlen sich durch die Bank „gesund“. Ein Ergebnis, das sowohl von den männlichen als auch weiblichen Teilnehmern getragen wird. Der einzige Unterschied zwischen den Geschlechtern? Während Frauen eher auf ihre Lebensweise und ihre Ernährung zu achten scheinen, ist den männlichen Kollegen dieser Aspekt nahezu gleichgültig. Das scheint dem Gesundheitsmpfinden der Herren allerdings nichts anzuhaben. Sieht man sich die Studienergebnisse an, empfinden 77 Prozent der Männer ihren Gesundheitszustand als gut oder sehr geht, während nur 71 Prozent der Frauen, das gleiche von sich behaupten könnten.

Das Ansehen entscheidet über die Gesundheit

Quelle: GfK

Auch der gesellschaftliche „Status“ hat anscheinend eine Auswirkung auf die Gesundheit von Herr und Frau Österreicher.“Besser situierte“ fühlen sich gesünder (81 Prozent) als ihre weniger privilegierten Landsleute (59 Prozent). „Diese Gruppe wird aber auch häufiger beim Hausarzt vorstellig und leidet häufiger an chronischen Erkrankungen und psychischen Beschwerden. Das heißt, körperliche Arbeit scheint eine Rolle zu spielen, aber auch höhere psychische Belastung wie etwa finanzielle Sorgen“, weiß Bauernhofer.

Sport, gesünder essen? – Bringt eh alles nix!

Das Bewusstsein über die eigene Gesundheit ist durch die verscheidenen Bevölkerungsschichten gleich stark ausgeprägt. Allerdings dürfte die Motivation, etwas für das eigene Wohlbefinden zu tun, heuer weniger hoch im Kurs stehen als noch im Vorjahr: Glaubten 2010 noch fast ein Drittel der Umfrageteilnehmer, ihre Gesundheit selbst beeinflussen zu können, sind es heuer nur noch ein Viertel. “ Dieser Anteil ist gesunken und das ist vor allem auf die Gruppe der Unter-40-Jährigen zurückzuführen. In dieser Altersgruppe ist nur etwa ein Fünftel überzeugt, einen sehr großen persönlichen Anteil am Erhalt der eigenen Gesundheit zu haben“, so Bauernhofer.

Mein Büro ist mein Fitnesscenter!

Fakt ist: Gesundheit und körperliches Wohlbefinden kommen nicht von alleine. Für die eigene Gesundheit muss jeder etwas tun. „Keine Zeit“ oder „zu umständlich“ sind schlechte Argumente, wenn es um den eigenen Körper geht, man hat ja nur den einen! Man kann immer und überall etwas für die Gesundheit tun. Wenn Sie beispielsweise gerade in der Mittagspause sind, werfen Sie einen kurzen Blick auf Ihr Mittagsessen. Tut es Ihrem Körper wirklich gut? Lesen Sie doch noch einmal in unserem Ernährungsartikel nach. Auch Sport muss im Büroalltag nicht zu kurz kommen. Rita Obergschwandner hat in ihrem Artikel über Workout am Workplace eine tolle Anleitung gegeben, wie man sich auch am Arbeitsplatz fit halten kann. Sie haben ihre Gesundheit in der Hand! Fangen Sie am besten gleich damit an!

Redaktion

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