Bewerbungsgespräch im Winter: Welchen Dresscode gibt es?

von in Arbeitsleben, Bewerbung, Jobsuche am Dienstag, 28. Januar 2014 um 11:18

Zum Wintereinbruch kann man stehen, wie man mag. Die einen lieben den Schnee, für die anderen kann das weiße Nass gar nicht schnell genug wieder schmelzen. Zugegeben, in Bezug auf das Arbeitsleben überwiegen meist die Nachteile. Neben Verspätungen durch das Schneechaos sorgt der Winter gerade bei Bewerbern für Kopfzerbrechen – sie stehen nämlich vor der Frage: „Was anziehen, beim Bewerbungsgespräch im Winter?“ Stilberaterin Elisabeth Motsch klärt auf.

„Lieber einen Tick zu gut angezogen“

Elisabeth Motsch

Elisabeth Motsch

Bewerbungsgespräch im Winter – was sind die No Gos und welche Kleidung ist die Richtige? „Bevor man sich die Kleiderfrage stellt, gilt es abzuklären, welchen Dresscode es in einem Unternehmen gibt“, so Stilberaterin Elisabeth Motsch. Je nach Branche aber auch Position wird dann individuell entschieden. „Generell ist es jedoch immer besser, beim Vorstellungsgespräch lieber einen Tick zu gut als zu schlecht angezogen zu sein.“ Ist der generelle Dresscode einmal geklärt, geht es ans Eingemachte. So wie für die Sommermonate gibt es auch für die kalte Jahreszeit einige wesentliche Punkte zu beachten.

Die No Gos im Winter

  • Keine Stiefel: Ein großes Winterthema ist besonders bei Frauen die Frage: Stiefel, ja oder nein? Für Motsch ist die Antwort darauf ein klares Nein: „Für ein Vorstellungsgespräch passen Stiefel nicht. Außer, es ist total eingeschneit und man weiß, dass man durch den Schnee gehen muss. Ich empfehle jedoch in diesem Fall, schöne Schuhe mitzunehmen und sich vor dem Gespräch noch schnell umzuziehen. In einem ordentlichen Beutel oder Schuhsack mitgenommen, stört das zweite Schuhpaar nicht und kann meist in einer Garderobe abgegeben werden.“
  • Zu kurze Mäntel: „Was bei Männern gar nicht geht, sind zu kurze Jacken oder Mäntel, bei denen das Sakko heraus schaut.“
  • Kein Rucksack: Auch wenn diese vielleicht praktisch und rückenschonend sind, ein Rucksack ist für Motsch kein geeigneter Begleiter für das Bewerbungsgespräch.

„Wer leicht schwitzt, sollte aufpassen“

  • Haare zersaustVorsicht bei Handschuhen und Haube: „Diese sollen nicht so aussehen, als käme man gerade von der Skipiste. Wer Handschuhe, Schal oder Haube tragen möchte, sollte auf elegante Stücke zurückgreifen, die zu dem gesamten Businessoutfit passen.“
  • Keine „Haubenfrisur„: Wenn schon Haube, dann sollte unbedingt vor dem Termin kontrolliert werden, ob die Frisur noch sitzt. „Es ist ganz schlimm, wenn man mit unordentlichen Haaren zu einem Vorstellungsgespräch erscheint“, so die Stilberaterin. Generell rät sie, keine Kopfbedeckung zu wählen, durch die man sich nach Absetzen unwohl fühlt. „Das schafft nur Unsicherheit und die kann man in so einer Situation schließlich nicht brauchen.“
  • Nicht Schwitzen: Wer generell leicht zum Schwitzen neigt, sollte beim Vorstellen darauf achten, keine zu heiße Kleidung zu tragen. Denn auch wenn es Draußen Minusgrade hat, in den meisten Büros ist es wohlig warm. Wer schwitzt, fühlt sich nicht nur unwohl, sondern signalisiert auch Unsicherheit oder Nervösität.

Last Minute Tipps vor dem Bewerbungsgespräch

Bewerbungsgespraech Winter Check SpiegelGenerell rät Motsch jedem Bewerber, sich vor dem Gespräch im Waschraum noch einmal einem gründlichen Check zu unterziehen. Hierbei könnte man sich folgende Fragen stellen: Sitzt die Frisur? Ist die Kleidung zerknittert? Glänzt man stark im Gesicht? Sind Schuppen auf der Kleidung sichtbar? „Ich rate immer dazu, ein Stofftaschentuch dabei zu haben, denn mit diesem kann man gut Flecken von Sakko oder Blazer entfernen. Eine kleine Fusselrolle kann ebenfalls recht praktisch sein“, so Motsch. Zu viele Gedanken sollten man sich bei aller Entschlossenheit jedoch auch nicht machen. „Bei arg winterlichen Verhältnissen ist den meisten Menschen klar, dass man nicht immer perfekt daher kommen kann – und kleine Pannen sind schließlich menschlich.“

Zur Person: Elisabeth Motsch

Elisabeth Motsch ist Stilberaterin mit jahrelanger Erfahrung. In ihrer Tätigkeit als Trainerin und Referentin ist sie über die Grenzen Österreichs hinaus unterwegs.

Bildnachweis: Vladimir Sazonov  / Quelle Shutterstock, Jessmine / Quelle Shutterstock, Ersler Dmitry  / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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