Bewerbungsgespräch skurril: Wenn Fragen zur Lachnummer werden
Layla Aktürk hat ihren Bachelor gemacht und sucht nun einen Praktikumsplatz. Dafür schickte sie 1000 Initiativbewerbungen an 500 heimische Unternehmen aus. Schätzen Sie kurz: Wie viele Antworten hat sie darauf erhalten? Gerade einmal 40 Prozent. Und diese – so die Studienergebnisse – deuteten über weite Strecken darauf hin, dass es sich um reine Standardantworten handelte. Bedenklich: Nur 17 Prozent der Betriebe nannten Gründe für Absagen!
Verdeckte Bewerbungs-Ermittlerin
Nun gut, Layla Aktürk ist eine Fake-Identität, quasi eine verdeckte Bewerbungs-Ermittlerin. Ihre Erlebnisse lassen allerdings durchaus Schlüsse auf die Bewerbungsrealität zu.
Kam es tatsächlich zu Vorstellungsgesprächen, wurde es in vielen Fällen skurril. Kleine Auswahl gefällig?
- Welches Tier oder Fahrzeug wären Sie, wenn Sie sich beschreiben müssten?
- Die Fragen stelle ich, Sie haben hier nur zu antworten!
- Sind Sie Raucher? Oder gar Trinker?
- Sind Sie stolz auf Ihre Noten? Welche Probleme hatten Sie während Ihrer Schulzeit? Mit welchen bzw. mit wie vielen Professoren hatten Sie Auseinandersetzungen?
- Warum betreiben Sie Sport?
- Wann und wo wurde geheiratet? Welcher Landsmann?
- Unsere Mitarbeiter sehen sich ein wenig als James Bonds.
- Let’s talk about in english…
- Magst du Regen? Was tust du, wenn es regnet?
- Bist du verrückt? Was ist verrückt?
- Können Sie auch in günstigen Hotels schlafen?
- Wieviel Prozent sind die Zeiger auf einer analogen Uhr auseinander, wenn es viertel nach drei ist?
- Würden Sie mit uns die 48-Stunden-Woche einführen?
- Können Sie überhaupt lesen und schreiben?
- Wurde ein Allergietest gemacht? Und wenn ja, warum?
- Sind Sie auch froh, dass es schon Freitag ist?
- Was würden Sie täglich machen, wenn Sie keinen Zwängen unterliegen würden?
- Sind Sie nicht viel zu alt für unser junges Team?
Habt ihr schon Ähnliches erlebt? Selbst schon in skurrilen Bewerbungs-Situationen gelandet? Wir sind gespannt auf eure Erlebnisse!
Foto: colourbox.com

Jeder, der Bewerbungsgespräche absolviert hat, kann einiges berichten: Von fiesen Fragen des Personalchefs, die scheinbar nur darauf abzielen, den Kandidaten auf Spontanität abzuchecken. Von Terminen, bei denen das Vorstellungsgespräch einem regelrechten Interview-Bomardement glich. Oder von Gesprächen, die gleich gar nicht zustande kamen, weil es das Unternehmen nicht einmal für nötig erachtete, die Bewerbung zu beantworten. Die Studie