Bewerbung abschicken: Mail, Post oder Online-Formular?

von in Bewerbung am Donnerstag, 20. November 2014 um 12:54

Der Weg ist das Ziel. Ein Satz, der nicht nur beim Reisen seine Gültigkeit hat, sondern auch beim Bewerben. Gab es früher genau zwei Möglichkeiten, seine Unterlagen zum Wunschunternehmen zu befördern – per Post oder persönlich – so sind es heute viele mehr: Mail, Online-Formular oder via Lebenslauf-Datenbank. Eine repräsentative karriere.at-Studie von Marketagent.com zeigt nun anschaulich, in welche Richtung der Bewerbungs-Zug fährt.

„Übermitteln Sie Ihre Bewerbungsunterlagen per E-Mail an …“ – findet ein Jobsuchender einen Satz wie diesen in einem Stelleninserat, so hat er bereits viel gewonnen: Er weiß, was sein potenzieller neuer Arbeitgeber will. Eine Aufforderung, der man als Kandidat in der Regel folgen sollte. Denn hinter jeder Stellenausschreibung steckt ein Rekrutierungsprozess, der auf verschiedenen Möglichkeiten der Datenverarbeitung aufgebaut ist. Hält man sich nicht daran und bringt seine Bewerbungsmappe trotzdem persönlich vorbei, heißt das für die HR-Abteilung: Mehraufwand durch Scannen und Tippen. Und der erste gute Eindruck ist dahin…

Lebenslauf-Datenbanken auf Vormarsch

Marketagent.com hat im Auftrag von karriere.at 448 Österreicher zwischen 18 und 55 Jahren zu ihren Bewerbungserfahrungen befragt (Mehrfachantworten möglich). Wenig überraschend ist das E-Mail in der Hitliste der Bewerbungs-Wege ganz vorne (58 Prozent). 48 Prozent der Studienteilnehmer haben bereits einmal den Postweg strapaziert, etwas weniger (46 Prozent) haben ihre Unterlagen sogar schon persönlich übermittelt. Was überrascht: Mehr als jeder Dritte (36 Prozent) hat bereits Erfahrungen mit standardisierten Online-Formularen. Und 17 Prozent haben Lebenslauf & Co. auf geeigneten Plattformen online hinterlegt – etwa in Lebenslauf-Datenbanken – und warten darauf, dass sich Arbeitgeber mit interessanten Angeboten melden.

Infografik Bewerbung Mail

Je jünger, umso Datenbank

Besonders dieser letzte Punkt ist bemerkenswert. Denn betrachtet man die Studiendaten näher, lässt sich daraus durchaus ein Trend ableiten: Überdurchschnittlich viele Junge haben bereits Erfahrung mit Online-Lebensläufen & Co.: Bei den 18- bis 29 Jährigen hat sich jeder Vierte,  im Alterssegment darüber (bis 39) immer noch jeder fünfte Befragte bereits Job-Hoffnungen mit Bewerberdatenbanken gemacht. Clustert man die Ergebnisse nach Berufsgruppen, so wird dieser Trend noch deutlicher: Jeder dritte Student bzw. Schüler hat sein Online-Portfolio zum Bewerben bereits genutzt.

Trends, die man nicht außer Acht lassen kann – denn der Schüler von heute ist der Bewerber von morgen.

Bildnachweis: Sinseeho / Quelle Shutterstock, Grafik: karriere.at

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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