Bewerben am Puls der Zeit: Selbstmarketing, Kreativität und Storytelling

von in Bewerbung am Montag, 10. Juni 2013 um 10:23

Wer heute seine Bewerbungsunterlagen erstellt, kann sich wohl kaum vorstellen, dass bereits vor rund 260 Jahren Arbeitssuchende vor dieser Aufgabe schwitzten. Ein handschriftlicher Lebenslauf anno 1750 würde in Zeiten von Online- und Blog-Bewerbung mit etwas Glück vielleicht sogar als Kreativ-Bewerbung durchgehen. Aber nur dann. Denn altmodisch sollten Bewerbungen grundsätzlich nicht sein, meint Bewerbungsexpertin Svenja Hofert und gibt Tipps für eine aktuelle Bewerbung.

Bewerbungen von 1750 bis heute

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„Alles ist heute möglich“

Karriereexpertin Svenja Hofert

Karriereexpertin Svenja Hofert

Ob Online-Bewerbungen, Twitter, Videos, Storytelling oder Blog-Bewerbungen – „Alles ist heute möglich“, beschreibt Hofert eine neue Generation von Bewerbungen. Diese ist jedoch noch nicht bei allen angekommen. „Ich sehe immer noch, dass Lehrer für ihre Schüler Vorlagen aus den 1980-er Jahren benutzen“, erklärt die Expertin, woher die Unsicherheit bezüglich der richtigen Bewerbung kommt.

  • Veraltet ist es etwa, die Berufe der Eltern im Lebenslauf anzuführen.
  • Weiters sei es modern und sinnvoll, rückwärts-chronologisch aufzubauen. Das heißt: das Neueste kommt im CV immer zuerst.

Die perfekte, aktuelle Bewerbung

Worauf es in der Bewerbung ankommt, hat sich freilich im Laufe der Jahre geändert. War der Nachweis über den Werdegang zu Zeiten der industriellen Revolution oft nur eine Formsache, wurde die Bewerbung später zum Selbstmarketing bzw. Zeugnis der eigenen Kreativität. Das Rad steht nicht sill und je nach Unternehmen und Position gilt es, sich Gedanken über die eigene, perfekte Bewerbung zu machen. Hierzu zählen: Bewerbungsfoto, Lebenslauf, Anschreiben, Outfit & Co. Ganz aktuell verbreitet sich die Methode des Storytelling – des Geschichten-Erzählens. „Das kommt auch bei den Firmen besser an als die früher übliche textliche Wiederholung des Lebenslaufes“, so Hofert.

Jobsuche im Web – Man muss sich ins Zeug legen

Die Technologiesprünge werden immer größer und passieren schneller, die Onlinewelt ist heute nicht mehr wegzudenken. Wer also durch eine Online-Bewerbung auffallen will, muss sich ins Zeug legen – und aufpassen zugleich. Denn wie sagte „Punktefrau“ Christina Heller bei der diesjährigen re:publica so schön: „Alles, was man online macht, ist Referenz für einen selbst.“

Bildnachweis: Kexpa, Hofert, Laurence Mouton, Colourbox

 

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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