Die Führungskräfte müssen besser werden

von in Arbeitsmarkt, HR am Mittwoch, 16. Oktober 2013 um 10:17

Immer wieder zeigt sich sowohl in Studien als auch in eigenen Erfahrungen, dass sowohl das persönliche als auch das unternehmerische Glück von ihnen abhängt: den Chefs. Denn die Führungskräfte sind es, die unter anderem motivieren und ihre Mitarbeiter an das Unternehmen binden (können). Dass die wachsende Bedeutung von Top-Führungskräften auch in den Köpfen der Personalverantwortlichen angekommen ist, zeigt nun eine aktuelle Kienbaum-Studie.

Bekannte aber fiese Redewendung

Eine ebenso bekannte wie zugegeben fiese Redewendung lautet: „Der Fisch fängt vom Kopf an zu stinken“. Haben wohl die meisten schon einmal gehört, gedacht und vielleicht selbst schon einmal gesagt. Ganz so schlimm muss es nicht gleich sein – dennoch steckt ein wahrer Kern in dieser Aussage. Nämlich dass es oft die Führungskräfte sind, mit denen der Erfolg eines Teams oder gar einer ganzen Firma steht oder eben fällt. Diese Tatsache spiegelt sich auch in den Ergebnissen der aktuellen HR-Trendstudie von Kienbaum wider.

Ein Stiefkind namens Work-Life-Balance

work_life_tafelEine Verbesserung von Führung und Management steht demnach ganz oben auf der Agenda der mehr als 100 befragten HR-Manager und Personalverantwortlichen: Fast die Hälfte ist der Meinung, dass eine Qualitätssteigerung hier die vorrangige Aufgabe ihrer Abteilung sei. Erst danach folgen Themen wie Change-Management (38 Prozent), Talent-Management (30 Prozent) sowie strategische Personalplanung (28 Prozent). Überraschend ist, dass das für viele Arbeitnehmer wichtige Thema der Work-Life-Balance in den Augen der HR-Verantwortlichen scheinbar noch warten kann: Nur ein Prozent der Befragten schätzt dieses als aktuell sehr relevant ein.

Leadership weiter professionalisieren

Walter_Jochmann

Walter Jochmann

„Die Topthemen der Personaler sind zugleich erfolgskritische Aspekte für die Unternehmen insgesamt: Leadership weiter professionalisieren, fit sein für kontinulierliche Veränderungen und eine gut gefüllte Talente-Pipeline haben Priorität – sowohl in den Personalbereichen als auch in den Vorstandsetagen. Das verdeutlicht die zentrale Rolle der HR-Bereiche für eine nachhaltig erfolgreiche Entwicklung der Unternehmen“, erklärt Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung von Kienbaum.

Die Spitze muss die Ideen mittragen

Bereits ein Dauerthema auf der Agenda der HR-Profis ist der Fachkräftemangel, 41 Prozent der Arbeitgeber spüren diesen bereits jetzt schon deutlich: 59 Prozent der Firmen erhalten auf ausgeschriebene Stellen weniger Bewerbungen als früher, die Qualität dieser wird eher schlechter als besser. „Umso wichtiger ist es, frühzeitig den Personalbedarf von morgen zu identifizieren, Mitarbeiter entsprechend zu entwickeln und fehlende Kompetenzen von außen zu rekrutieren. Strategische Personalplanung und -entwicklung sind zentrale Ansatzpunkte im Umgang mit dem sich verschärfenden Fachkräftemangel“, so Jochmann. Und genau diese Aufgaben sind es, denen sich neben den HR-Abteilungen auch die Führungskräfte stellen müssen. Denn wie heißt es noch? Die Spitze des Unternehmens muss die Ideen mittragen und leben – nur dann gelingt die optimale Umsetzung.

Bildnachweis: Malchev / Quelle Shutterstock, Raywoo / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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