Being Social: Warum Social Media noch ankommen müssen

von in Arbeitsleben, HR, Social am Mittwoch, 5. Dezember 2012 um 11:50

Social Media: Es geht nicht ohne, in vielen Unternehmen scheinbar aber auch schwer mit. Auf der einen Seite steht die Frage, wie man soziale Medien für die externe und interne Unternehmenskommunikation nutzen kann. Auf der anderen Seite geht es darum, wie die Mitarbeiter die verschiedenen Kanäle nutzen bzw. wie diese die Unternehmenskultur verändern. Um dieses spannende Thema zu diskutieren und Antworten auf die vielen Fragen zu bekommen, hat karriere.at Anneliese Breitner und Michael Gattereder, Autoren von „Being Social“, in den Linzer Kepler Salon eingeladen. Mitdiskutiert haben eingeladene Experten aus dem HR-Bereich, Studenten und Medienvertreter.

„So viele Pressesprecher wie Mitarbeiter mit Facebook-Account“

„Die interne Kommunikation wird viel stärker mit der externen Kommunikation verschwimmen.“ So lautete eine der Kernbotschaften des gestrigen Abends. Social Media sind in den Unternehmen angekommen – vielfach stecken diese jedoch noch in den Kinderschuhen. Nach außen funktionieren Social Media oft gut, so Breitner. Probleme gibt es hingegen dabei, die Mitarbeiter online zu erreichen bzw. abzuholen. Denn ob das Unternehmen will oder nicht, es hat „so viele Pressesprecher wie Mitarbeiter mit Facebook-Account„.

Hier ein paar Eindrücke vom Diskussionsabend im Kepler Salon:

Verbote bringen wenig

Social Media in Unternehmen ist also keine Frage des „Ob“, sondern eine Frage des „Wie“. Verbietet ein Unternehmen etwa Facebook bzw. sperrt die Seite, werden die Mitarbeiter ihrem Bedürfnis danach trotzdem nachkommen. In der Pause, über ihr Smartphone oder nach Feierabend. Fakt ist: Im Idealfall erzeugen Social Media unzählig viele Markenbotschafter, die quasi unbezahlbar sind. Weiters ergeben sich daraus Feedback Systeme – etwa das typische „liken“ auf Facebook – welche künftige Personalentscheidungen enorm bereichern können. „Das klassische Mitarbeitergespräch hingegen findet meist einmal jährlich statt und gibt nur ein sehr punktuelles Bild ab“, so Breitner.

Arbeitgeber der Zukunft: Beweglichkeit und Flexibilität

Was freilich gar nicht gut ankommt ist, wenn ein Unternehmen sich selbst sehr offen und Social Media-affin zeigt, den „frisch gefangenen“ Mitarbeitern dann jedoch sehr altmodisch-streng gegenübertritt. „Die Arbeitgeber der Zukunft müssen den Mitarbeitern Beweglichkeit und Flexibilität bieten. Es braucht das Vertrauen der Unternehmensführung, dass die Mitarbeiter sich ihre idealen Arbeitsplätze und auch Werkzeuge suchen und nutzen.“

Hier das vorangegangene Interview mit Anneliese Breitner.

Bildnachweis: karriere.at/Frenner

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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