Nur jeder Vierte arbeitet aktiv auf eine Beförderung hin

von in Arbeitsmarkt, HR am Dienstag, 29. Juli 2014 um 10:33

Spannende Ergebnisse liefert das aktuelle Randstad Arbeitsbarometer: Laut der Online-Umfrage sind 67 Prozent der Arbeitnehmer mit ihrem Arbeitgeber zufrieden oder sehr zufrieden – und dies scheinbar auch in ihrer aktuellen Position. Denn: Nur 23 Prozent arbeiten bewusst auf eine Beförderung hin. Was aber treibt sie dazu an?

Für 27 Prozent ist ein Aufstieg kein Thema

ZufriedenheitDie Ergebnisse sollten Arbeitgeber freuen: Die große Mehrheit der von Randstad Befragten ist nämlich genau mit ihnen, den aktuellen Arbeitgebern, zufrieden. Lediglich sieben Prozent sind unzufrieden, drei Prozent sogar sehr. Die hohe Zufriedenheit mit der aktuellen Jobsituation spiegelt sich wohl auch in dem Wunsch wider, die eigene Karriere aktiv vorantreiben zu wollen: Dies tun nämlich nur 23 Prozent der Arbeitnehmer. Die Hälfte der Befragen gab an, „etwas“ daran zu arbeiten, mehr als ein Viertel (27 Prozent) meint hingegen, diese Gedanken gar nicht zu hegen.

„Junge definieren die Sinnhaftigkeit von Arbeit völlig neu“

Diese Tatsache erklärt Petra Timm von Randstad Deutschland wie folgt: „Eine neue Generation von Nachwuchskräften erobert gerade den Arbeitsmarkt: Die heute 20- bis 35-Jährigen gelten als anspruchsvoll und definieren gleichzeitig die Sinnhaftigkeit von Arbeit völlig neu. Die so genannte Generation Y will nicht um jeden Preis Karriere machen.“ Mit dieser Interpretation trifft Timm für viele wohl ins Schwarze – vor allem wenn man bedenkt, was aktuelle Studien immer wieder zeigen: Eine ausgeglichene Work-Life-Balance nimmt gerade für junge Arbeitnehmer stetig an Bedeutung zu. Der Wunsch, Karriere um jeden Preis zu machen, ist bei den meisten hingegen out.

Was ist das Hauptmotiv für einen Jobwechsel?

JobwechselInteressant ist aber, dass eine Sache konstant bleibt: Nämlich der Wunsch nach einem guten Gehalt. Auf die Frage, was sie dazu bewegt, den Arbeitsplatz zu wechseln, gibt es nämlich einen klaren Gewinner: ein höheres Einkommen. 71 Prozent der Befragten würden demnach für mehr Geld einen Jobwechsel durchführen – bessere Karrierechancen reizen hingegen nur 55 Prozent der Arbeitnehmer. Und hier gilt zu beachten, dass der Begriff Karrierechancen ja für viele automatisch mit einem höheren Gehalt einher geht. Geld ist, so zeigt diese Studie einmal mehr, nicht das Wichtigste im Job. Kommt jedoch ein besseres Angebot, zögern auch jene Arbeitnehmer nicht lange, die eigentlich mit ihrer Situation zufrieden oder gar sehr zufrieden waren. Im zunehmend härter werdenden Kampf um die besten Kräfte wird das Argument namens Geld demnach mit Sicherheit für diverse Jobwechsel bzw. Abgänge in Firmen veranwortlich sein. Für Arbeitgeber heißt es daher, rechtzeitig zu reagieren und ihr Profil als Top-Arbeitgeber zu schärfen – denn Gegenangebote nach ausgesprochener Kündigung sind meistens vergebene Liebesmüh.

Bildnachweis: wavebreakmedia / Quelle Shutterstock,

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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