Der Klügere wischt nach: Bakterien am Arbeitsplatz

von in Arbeitsleben am Montag, 7. März 2011 um 13:22

Wenn die Kollegen krankheitsbedingt reihenweise zur wandelnden Bakterienschleuder werden, ist Vorsicht geboten. Da kann es schon sein, dass so mancher ob der eminenten Ansteckungsgefahr im Büro Anflüge leichter Paranoia zeigt. Da werden stündlich die Hände gewaschen und schon gar keine fremden Hände mehr geschüttelt. Zu kranken Kollegen wird Sicherheitsabstand gehalten und wenn, dann nur über das Telefon kommuniziert. Hilft aber alles nichts, wenn man nicht weiß, dass die eigentliche Gefahr nicht von den Kollegen, sondern vom eigenen Schreibtisch ausgeht. Der ist nämlich mitunter genauso sauber, wie eine Bahnhofstoilette.

Die Krankheitserreger am Arbeitsplatz sind zahlreich. Stichwort Tastatur. Dort tummeln sich laut dem britischen Magazin Which teilweise mehr Bakterien, als auf (ebenfalls untersuchten) Klobrillen.

Bakterien auf Tastaturen

Dank hinterlassener Hautschuppen und Essensreste tummeln sich auf Tastaturen unter anderem Kolibakterien (führt zu Durchfall), Helicobacter-Pylori-Bakterien (Magenverstimmung) und Staphylokokken (Hauterkrankungen). Auch abseits des Arbeitsplatzes, gerade in Schulen oder Internetcafes können sich die Tastaturbakterien munter verbreiten. Jedoch sind es nicht nur die Tastaturen, auf denen im Büro viele Krankheitserreger anzutreffen sind. Telefone, die von mehreren Personen benutzt werden, Arbeitsflächen und Armlehnen sind ebenfalls Heimat vieler Erreger.

Nun könnte man meinen, dass die Putzkolonne ja für die Reinigung verantwortlich sei. Ist sie auch – und wenn Sie morgens vom Fußboden essen wollen, ist das sicherlich als gesundheitlich unbedenklich einzustufen. Allerdings wischt das Reinigungskommando kaum einmal Telefone oder IT-Geräte ab – weil es dazu häufig gar nicht befugt ist. Im Durchschnitt werden etwa Tastaturen sogar nur einmal pro Jahr mit einem feuchten Tuch abgewischt.

Deswegen heißt es: Selbst Hand anlegen. Feuchttücher in der Schublade wären hier schon einmal ein Anfang, um z.B. die Tastatur zumindest einmal wöchentlich zu reinigen. Regelmäßig Hände waschen und nicht am Schreibtisch essen sind ebenfalls ein wichtiger Beitrag zur eigenen Gesundheit.

Weibliche Schreibtische eher mit Bakterien belastet

Übrigens: Glaubt man einer US-amerikanischen Studie, dann beherbergen die Schreibtische von Frauen statistisch gesehen mehr Bakterien, als jene von Männern. Frauen hätten, so die Studie, mehr Kontakt mit Kindern und würden häufiger Lebensmittel auf oder im Schreibtisch aufbewahren.

Foto: Thomas K. / Quelle PHOTOCASE

David Kitzmüller

David Kitzmüller ist Marketing-Teamleiter bei karriere.at. Zwischen Werbekampagnen und Performance-Analysen schreibt er in seinen Blogposts über Trends und neueste Entwicklungen in der Webwelt.

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