Pendler: Nicht ohne mein Auto?

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 18. November 2015 um 11:57

Wer nicht von zu Hause aus arbeitet, für den stellt sich unweigerlich die Frage: Wie komme ich zu meinem Arbeitsplatz und wieder nach Hause? Laut aktueller Studie nutzt mehr als die Hälfte der österreichischen Arbeitnehmer das Auto zum Pendeln. Deutlich abgeschlagen, aber durchaus genutzt: Öffis, der Weg zu Fuß oder das Rad.

Diese Strecken legen Pendler zurück

Der aktuelle IMAS-Report hat rund 1.000 österreichische Arbeitnehmer zum Thema Mobilität von und zum Arbeitsplatz befragt. Durchschnittlich 17 Kilometer werden pro Strecke zurückgelegt, liebstes Verkehrsmittel ist dabei das Auto. Der Weg zu und von der Arbeit kostet rund 108 Euro monatlich. Knapp zwei Fünftel der Pendler legen täglich mehr als zehn Kilometer in einer Richtung zurück. Die Arbeitnehmer, die kürzere Strecken zurücklegen, bewältigen am häufigsten einen Arbeitsweg zwischen einem und fünf Kilometern. Die weitesten Entfernungen nimmt die ländliche, männliche Bevölkerung auf sich. Bei den bevorzugten Verkehrsmitteln liegt das Auto klar auf Platz eins:

VerkehrsmittelBerufstätige
Privates Auto58 Prozent
Öffentliche Verkehrsmittel19 Prozent
Fahrrad6 Prozent
Firmenauto7 Prozent
Zu Fuß7 Prozent
Private Fahrgemeinschaft1 Prozent

Auto, Bahn oder doch mit dem Rad?

Nach den Motiven für die Wahl des Verkehrsmittels befragt, antworten die Österreicher folgendermaßen: Wer Öffis nutzt, besitzt entweder kein Auto oder fährt mit Bim, Bus und Zug, um Geld zu sparen. Auch Faktoren wie Umweltschutz und das Bedürfnis, dem Stau zu entkommen, spielen dabei eine Rolle. Radfahrer und Fußgänger bewegen sich aus sportlichen Gründen mit Muskelkraft weiter. Auch Sparsamkeit spielt dabei eine Rolle. Zum Thema Geld: Das Auto kostet im Schnitt 140 Euro monatlich, Öffis sind schon um 42 Euro zu haben.

Auto: Flexibel und bequem

Trotz hoher Treibstoffpreise und Blechlawinen auf viel genützten Pendlerrouten – die Österreicher möchten auf das Auto zum Pendeln kaum verzichten. Das sind die Top 5 Gründe, warum mit dem PKW gependelt wird:

  1. Zeitliche und örtliche Flexibilität (70 Prozent)
  2. Spart Zeit (47 Prozent)
  3. Bequemlichkeit (30 Prozent)
  4. Auto wird für die Arbeit benötigt (27 Prozent)
  5. Keine gute Öffi-Anbindung (24 Prozent)

Öffis: Günstig und umweltschonend

  1. Kosten möglichst niedrig halten (54 Prozent)
  2. Habe kein Auto (33 Prozent)
  3. Umwelt schonen (26 Prozent)
  4. Staus zu Stoßzeiten vermeiden (22 Prozent)
  5. Habe keinen Firmenparkplatz (22 Prozent)

Laut Arbeitnehmer werden sich zukünftig folgende Faktoren auf ihre Pendlersituation und die Wahl des Verkehrsmittels auswirken: die Entwicklung der Treibstoffpreise, der Mangel an Arbeitsplätzen und der Mangel an Parkplätzen im städtischen Bereich.

Welches Verkehrsmittel bevorzugt ihr auf dem Weg zum Arbeitsplatz?

Bildnachweis: stockfotoart/Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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