Attrakive Arbeitgeber sind gefragt – Der HR-Trendreport

von in Arbeitsmarkt, HR am Mittwoch, 27. Juli 2011 um 15:00

Personaler kennen die Herausforderung: Offene Stellen mit hochqualifizierten Fachkräften nachzubesetzen. Die Ergebnisse der Kienbaum-HR-Trendstudie 2011 machen deutlich: Das Match wird nicht einfach nur härter. Es wird zur größten Herausforderung für die HR-Abteilungen des Landes. 200 Unternehmen aus dem deutschsprachigen Raum wurden zur Bedeutung von HR-Abteilungen und kommenden Trends befragt – mit überraschenden Ergebnissen.

Österreichische Unternehmen stehen trotz oder gerade wegen des wirtschaftlichen Aufschwungs vor einer großen Herausforderung: Schlüsselpositionen adäquat nachzubesetzen! Die Studie macht deutlich, dass Personalverantwortliche das Problem bereits erkannt haben. 47 Prozent setzen diese Aufgabe auf Platz eins ihrer Prioritätenliste!

Wirtschaftlicher Aufschwung durch HR-Tätigkeit

„Der Stellenwert des Human Resource Managements innerhalb der Unternehmen nimmt weiter zu. Mehr als die Hälfte der befragten Personalentscheider messen dem HR-Bereich derzeit eine hohe Bedeutung innerhalb des Unternehmens bei“, sagt auch Dr. Walter Jochmann, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kienbaum Management Consultants. Die befragten Personaler stellen sich ein gutes Zeugnis aus und sind zufrieden mit den Ergebnissen ihrer Arbeit.

Attraktive Arbeitgeber im Vormarsch

Doch wie kommen HR-Verantwortliche an Fachkräfte? Fakt ist, Unternehmen müssen für potenzielle Bewerber attraktiver werden. 87 Prozent der Personalverantwortlichen schreiben daher der zielgruppenadäquaten Arbeitgeberkommunikation eine bedeutende Rolle zu. Das Thema Employer Branding wird damit künftig von noch größerer Bedeutung sein.

Um nach außen hin ein gutes Bild als Arbeitgeber zu schaffen, wird es unumgänglich sein, dass HR und Marketing stärker miteinander kooperieren. 51 Prozent ziehen bereits jetzt beim Thema Employer PR externe Dienstleister hinzu. Nur 39 Prozent sind aber an den Ergebnissen der Maßnahmen interessiert und überprüfen diese auch.

Auf Quoten wird bei der Suche nach Top-Performern kaum geachtet. Besonders eine Frauenquote wird von 87 Prozent der Befragten abgelehnt. „Eine Frauenquote löst nicht das eigentliche Problem. Eine geschlechterunabhängige Qualifikation und Performance muss bei der Besetzung von Führungspositionen das entscheidende Kriterium sein“, sagt Jochmann. Nichtsdestotrotz wünschen sich die Befragten einen ausgeglichenen Anteil weiblicher Führungskräfte.

Gehaltstransparenz hinderlich bei der Suche nach Fachkräften

Österreichs Personaler sind sich über den Wert von Fachkräften bewusst. Ab Jänner 2012 sind österreichische Unternehmen verpflichtet, den Stellenanzeigen eine Gehaltsangabe beizufügen. Damit wird ihnen ein großer Trumpf bei der Suche nach qualifizierten Fachkräften genommen. „Es besteht das Risiko, dass sich Topkräfte gar nicht erst bewerben, denn für diese sind Unternehmen in der aktuellen Marktlage eigentlich bereit, durchaus mehr als das Marktübliche zu zahlen“, erklärt Marco Reiners, Leiter des Vergütungsbereiches bei der Unternehmensberatung AON Hewitt. Wichtig daher der Zusatz, dass das Unternehmen durchaus bereit ist, bei entsprechenden Qualifikationen mehr zu bezahlen

Redaktion

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