Nicht Arbeitszeit sondern Leistung entlohnen

von in Gehalt am Montag, 8. Juli 2013 um 10:55

Bei der Bezahlung geht es meist ans Eingemachte. Geld allein macht zwar nicht glücklich, stimmt aber das Gehalt nicht, stimmt meist schnell auch mit der Motivation etwas nicht. So weit die Theorie. In der Praxis sieht es jedoch so aus, dass sehr viele Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen unzufrieden sind. Nur ein Drittel ist laut Studien mit seinem Einkommen zufrieden. Für den langfristigen Unternehmenserfolg unumgänglich sind daher Lohnsysteme, die für mehr Zufriedenheit sorgen. Immer größer wird derzeit der Wunsch nach leistungsorientierter Bezahlung.

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Es ist nicht die Zeit, die zählt

keine_ueberstunden„Ich will für meine Leistung entlohnt werden, nicht für die Zeit, die ich absitze.“ Der Wunsch nach einer erfolgsabhängigen Bezahlung anstelle von bezahlten Überstunden – siehe All-In- und Überstundenpauschale – wird aktuell immer größer. Wie etwa der Kelly Global Workforce Index zeigt, möchte nahezu jeder zweite Arbeitnehmer lieber nach dem individuellen Output als nach den abgeleisteten Stunden bezahlt werden. 48 Prozent bevorzugen demnach die Erfolgsorientierung beim Gehalt. Auf Platz Zwei liegen die Überstunden mit 37 Prozent. Derzeit erhalten bereits mehr als 43 Prozent der Arbeitnehmer leistungsbasierte Extra-Zahlungen – anscheinend ist dies jedoch noch zu wenig.

Mehr Output durch Beteiligung

beteiligungDieser Wunsch nach ergebnisorientierter Bezahlung ist insofern interessant, als dass er ebenfalls zeigt, dass die Beschäftigten vermehrt eigenverantwortlich und zielorientiert arbeiten wollen. Die Vorteile auch für die Arbeitgeberseite liegen auf der Hand: Mehr Motivation durch Beteiligung. „Erfolgsbasierte Lohnmodelle können sich als Win-Win-Situation erweisen: Die Angestellten arbeiten erfolgsorientierter, während die Arbeitgeber von einer erhöhten Produktivität und einer motivierten Belegschaft profitieren. Inzwischen scheint sich beiderseits die Einsicht durchzusetzen, dass die besseren Resultate erzielt werden, wenn die Interessen aller in Einklang gebracht werden“, interpretiert Chiara Palazzi von Kelly Services die Ergebnisse.

Mitarbeiterbeteiligung

Eine weitere Möglichkeit sind Modelle der Mitarbeiterbeteiligung. Diese gehören zu den Top-Leistungsanreizen im Job, die Idee dahinter: Motivation durch Beteiligung, denn auf die eigenen Sachen schaut man schließlich (meist) besser.

Bildnachweis: ratch / Quelle Shutterstock, Bettyphoto / Quelle Shutterstock

Heike Frenner

Heike Frenner schreibt seit April 2012 für karriere.at In nächster Zeit jedoch nicht so oft und vermutlich mit leichtem Baby-Schwerpunkt.

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