Die Arbeitswelt der Frau S. – Tipps gegen Blockaden im Kopf

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 16. April 2014 um 10:33

Wer hat an der Uhr gedreht, ist es wirklich schon so spät?! Das fragt sich nicht nur Paulchen Panther, sondern das eine oder andere Mal man auch selbst voller Entsetzen – vor allem, wenn es sich um die Deadline eines Projekts oder Ähnlichem handelt und man einfach nicht voran kommt, weil einem die passende Ideen oder der richtige Lösungsweg fehlen.

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Kopfstreik bei Termindruck

Blackout in der Arbeit – das wohl Unnötigste und wahrscheinlich auch (kurzfristig) Schlimmste was einem passieren kann! Der Abgabetermin, sowie die Erwartungen des Kunden oder des Chefs sind schon da, aber die eigene kognitive Leistung scheint plötzlich Urlaub zu machen. Alles was an Kompetenz normalerweise vorhanden ist, scheint nicht mehr greifbar zu sein. Der Kopf ist leer oder vielleicht auch einfach zu voll um den richtigen Gedanken fassen zu können und um alles zu einem ordentlichen Abschluss zu bringen. Die passende Idee will nicht kommen, die Lösung zum Problem ebenfalls nicht. Zusätzlich zum langsam ausbreitenden Wahnsinn, beginnt auch noch die Uhr immer lauter zu ticken und scheint plötzlich im Fast-Forward-Modus zu arbeiten.

Stau auf der Nerven-Autobahn

Deadline Termindruck im JobWer schon einmal im unproduktiven Tal der Denkblockade zu Besuch war, weiß wovon hier die Rede ist. Da geht einfach gar nichts mehr und die verstopften Nervenbahnen können nur noch eines melden, nämlich: Stau! Genauso wie im wahren Leben, wenn man es eilig hat und irgendwelche anderen Autofahrer einem ein Weiterkommen unmöglich machen, drückt man dann ordentlich und völlig genervt auf die Hupe, haut eventuell noch ein paar Mal gegen das Lenkrad und steigert sich da schön hinein bis die Nerven völlig blank liegen – denn man muss ja dringend zum Termin! Was dem einen oder anderen aber vielleicht schon aufgefallen ist: Der Stau löst sich durch diese „Manöver“ auch nicht schneller auf. Das Gleiche Ergebnis hat man bei einer Schaffens- und Denkblockade in der Arbeit – nämlich gar keines um genau zu sein. Je mehr man sich verrückt macht und der Panik freie Fahrt beschert, um so weniger produktiv ist man letztendlich.

Tipps und Tricks gegen das Blackout

Was jetzt aber tun um diese nervigen Blockaden im Kopf abzubauen? Auf alle Fälle heißt es erstmals Ruhe bewahren und tief durchatmen. Mit ein paar zusätzlichen, kleinen Tipps könnte auch schon bald wieder die Kreativität und die gewohnte Arbeitsleistung fließen.

  1. Entspannung MusikOrtswechsel: Hier ist nicht gleich die Flucht ins Ausland gemeint. Oft reicht es schon, sich vom Arbeitsplatz weg zu bewegen, um die Gedanken wieder in eine andere Richtung zu lenken. Raus gehen und etwas Luft schnappen ist hierbei auch nie verkehrt.
  2. Entspannung fürs Gehirn: Bei Denkblockaden ist der Kopf im wahrsten Sinne des Wortes verkrampft und daher sollte man es mit ein paar kleineren Lockerungsübungen versuchen, wie z.B. entspannende Musik hören, sich einen ruhigen Ort suchen, an etwas völlig anderes als an das Projekt oder die Arbeit denken. Kurzum: Man gönne dem Kopf einfach mal eine Pause, er scheint es zu brauchen.
  3. Rollentausch: Wenn einem einfach gar nichts mehr zu seiner Arbeit einfällt, bietet sich ein anderer Blickwinkel an. Man könnte versuchen die gestellte Arbeitsaufgabe aus der Sicht eines anderen zu betrachten – was würde zum Beispiel Chuck Norris jetzt einfallen? Wenn das dann doch nichts helfen sollte, hat man wenigstens für einen Augenblick lang eine nette Abwechslung gehabt.
  4. Positive Selbsttäuschung: Eine Möglichkeit ist auch, sich innerlich von dem angegebenen Termin zu verabschieden und kurz zu resignieren. Mit diesem neuen Gefühl von „Eh schon wurscht“ lässt man dann alles einfach mal ruhen und widmet sich anderen Dingen und jetzt kommt’s (zumindest bei einigen): Jetzt wo der Kopf wieder frei ist, kommen die Einfälle und die Muße, das Projekt bzw. die Arbeit doch noch abzuschließen wie von alleine und das auch noch termingerecht!

Termin verschieben? Plan C, D oder E

Natürlich bleibt noch die Option und Bitte um eine Terminverschiebung übrig, aber das ist dann auch wirklich nur noch Plan C, D oder E. Auf alle Fälle wünsche ich meinen LeserInnen heute und auch überhaupt einen freien Kopf um den Arbeitstag so produktiv und angenehm wie möglich gestalten zu können.

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Redaktion

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