Arbeitsmarkt-Ausblick: Mehr Jobs bei großen Unternehmen

von in Arbeitsmarkt am Freitag, 17. März 2017 um 11:32

Ein Ausblick auf den Arbeitsmarkt im kommenden Quartal – und der sieht gut aus: Laut Manpower-Arbeitsmarktbarometer zeichnet sich ein positiver Beschäftigungsausblick ab. Mehr Jobs möchten vor allem die großen Arbeitgeber schaffen.

Wird die Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum ersten Jahresviertel im 2. Quartal steigen, abnehmen oder gleichbleiben? Diese Frage stellte das aktuelle Arbeitsmarktbarometer 752 österreichischen Arbeitgebern. Das Ergebnis: 12 Prozent der befragten Unternehmen planen neue Mitarbeiter einzustellen. 5 Prozent kalkulieren Personal abzubauen. Und 81 Prozent der Unternehmen gehen davon aus, den Personalstand unverändert zu lassen. Bereinigt um saisonale Schwankungen liegt der Beschäftigungsausblick damit bei plus 5 Prozent.

  • Gute Jobchancen besonders bei großen Unternehmen: Arbeitgeber mit mehr als 249 Mitarbeitern rechnen mit dem stärksten Plus. Der Netto-Beschäftigungsausblick beträgt hier plus 27 Prozent.
  • Der Ausblick bei den mittleren Unternehmen (zwischen 50 und 249 Arbeitnehmern) verliert hingegen um drei Prozentpunkte.
  • In acht von neun Bundesländern rechnen Arbeitgeber mit einem Beschäftigungswachstums während des kommenden Quartals.
    Die stärksten Arbeitsmärkte werden in Oberösterreich und in der Steiermark erwartet. In diesen beiden Bundesländern wird mit einem Plus von 15 Prozent gerechnet.
  • Ein Vergleich mit dem 1. Quartal des Jahres 2017: Deutliches Wachstum in Kärnten, der Steiermark und Oberösterreich. In drei Bundesländern sieht es gegenteilig aus: In Tirol geht der Beschäftigungsausblick um 11 Prozentpunkte zurück, in Vorarlberg um 9 und in Salzburg um 8 Prozentpunkte.

Sektoren: Neun Gewinner, ein Verlierer

Ein Blick auf die verschiedenen Wirtschaftssektoren zeigt, dass Unternehmen in neun von zehn Branchen ihren Personalstamm im nächsten Quartal ausbauen möchten. Am meisten Jobs werden in der Sachgütererzeugung erwartet (plus 9 Prozent). Gut sieht es auch im Sektor Öffentliche Hand & Soziales (plus 7 Prozent) und im Bausektor aus (plus 6 Prozent). Neue Jobs sind auch im Handel geplant sowie im Finanzwesen, Bergbau und Rohstoffgewinnung. Nur in einer Branche ist kein personeller Ausbau geplant: Gastronomie & Hotelliere prognostizieren einen Einstellungsrückgang von einem Prozent.

Bildnachweis: nculescu Marian Vladut / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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