Arbeitskollegen – gute Freunde oder doch Nervensägen?

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 18. Juli 2012 um 10:28

Wenn es etwas im Leben gibt, was man sich nicht aussuchen kann, dann sind es zum einen Familienmitglieder, zum anderen die lieben Arbeitskollegen. Hierbei kann man entweder pures Glück aber auch immenses Pech haben. Wie auch immer diese dann geartet sein mögen, man muss einfach lernen mit ihnen zu leben. Auf alle Fälle verbringt man mit seinen „lieben“ Arbeitskollegen eine ganze Menge an Lebenszeit. Und das ist die eigentliche Herausforderung.

Eine Gastkolumne von Sandra Gortva

Die Vielfalt der Arbeitskollegen

Immer abhängig von seinem jeweiligen Job hat man sie immer um sich herum – die Arbeitskollegen. Männlich, weiblich, liebevoll, grantig, nervig, lustig, zu lustig, besserwisserisch, hilfsbereit, arbeitsmotiviert, dumm wie Brot, fleißig, schüchtern, exzentrisch, geschickt, ungeschickt und so weiter. Arbeitskollegen sind somit wie Überraschungstüten. Man weiß nie so recht, was man bekommt. Von einem wirklich tollen Menschen bis hin zum potentiellen Kandidaten für den nächsten Mondflug kann alles dabei sein.

Arbeitskollegen – keiner versteht einen manchmal besser

Wer Glück hat, findet im Arbeitskollegen – oder um ganz genau zu sein natürlich auch in der Arbeitskollegin – nicht nur jemanden mit dem man gerne seinen Arbeitstag verbringt, sondern auch jemanden, mit dem man sich nach Büroschluss gerne verabredet. Richtig gute Freundschaften können hier schon mal entstehen und wer arbeitet nicht gerne mit jemandem zusammen, mit dem man auch mal über andere Dinge reden kann als über die Arbeit. Obwohl das natürlich auch ein wichtiger Punkt ist. Niemand versteht den Arbeitsfrust besser als ein Arbeitskollege, der das gleiche mitmacht. Die Partner zu Hause, Freunde oder Familie können das meist nicht in dem Maße nachvollziehen wie derjenige, der gegenüber oder neben einem arbeitet und das Gleiche miterlebt.

Wenn Arbeitskollegen nerven

Natürlich muss man nicht unbedingt einen potenziellen Trauzeugen oder in manchen Fällen sogar die Liebe seines Lebens in seinem Arbeitskollegen finden, es reicht auch schon wenn man sich während der Arbeitszeiten gut versteht. Was aber wenn man mit dem oder der „Gegenüber“ überhaupt nicht kann? Man schon fast mehr daran arbeitet seine Rachegelüste zu unterdrücken, als an der eigentlich bezahlten Arbeit? Ja, das ist ein schweres Problem. Von Entspannungstechniken über „langsam bis 10 zählen und tief einatmen“ bis hin zu Ignorieren oder gar sich versetzen lassen oder im schlimmsten und zugleich dramatischsten Fall kündigen, reicht die Palette der Optionen und Alternativen. In den meisten Fällen reicht allerdings ein Kopfschütteln und ein „Aus-dem-Weg-gehen“.

Streiche unter Arbeitskollegen

Wie wäre es aber, einfach mal den Spieß umzudrehen und seine nervigen Arbeitskollegen ein klein wenig in den Wahnsinn zu treiben. Nette Streiche eignen sich hierfür besonders gut und das Internet bietet dabei eine Vielzahl an Tipps. Da hätten wir mal zum Beispiel wenn er oder sie Rechtshänder ist, die Maus am PC für Linkshänder einstellen. Dem Kollegen oder der Kollegin eine Notiz hinterlassen, Herrn oder Frau Bär zurückzurufen und dabei die Nummer des Zoos angeben. Kopierereinstellungen verändern liegt ebenfalls hoch im Trend. Es gibt noch zahlreiche weitere „Anleitungen“ um seine Kollegen zu ärgern. Einfach mal in der Arbeitspause „googeln“.

Wie gut kenne ich meinen Arbeitskollegen wirklich?

Letztendlich sollte man aber einfach versuchen, das Beste aus seiner Arbeitssituation zu machen. Manchmal muss man sich und seinen Arbeitskollegen vielleicht auch einfach nur Zeit lassen. Oft entdeckt man erst viel später, dass der oder die Arbeitskollegin gar nicht mal so übel ist. Klare Gespräche und Offenheit helfen dabei ebenfalls. Missverständnisse und Ärgernisse können so vermieden oder beseitigt werden. Wie dem auch sei, wer tolle Arbeitskollegen hat, darf dies gerne mal verlautbaren. Deswegen wäre ich einfach mal dafür, dass jeder, der diese Kolumne heute gelesen hat, zu seinem liebsten Arbeitskollegen geht und ihn oder sie entweder drückt oder einfach mal dankt, dass man so gut mit ihm oder ihr arbeiten kann. Auch ich werde das jetzt gleich mal tun… ;-)

Über die Autorin:

Man könnte mich als Globetrotterin der Arbeitswelt bezeichnen. Die verschiedensten Wege bin ich bereits gegangen und unterschiedlichste Jobs sowie Job-Positionen haben meine berufliche Reise geprägt. Manch einer wird sich deswegen bestimmt in der einen oder anderen Geschichte wiederfinden. Wenn nicht, dann vielleicht zumindest den einen oder anderen Tipp und Trick für seinen Weg mitnehmen können. Die Welt der Arbeit mal von verschiedenen Seiten beleuchtet. Mittendrin und voll dabei lautet bei mir das Motto (auch in meinem Blog: santown’s blog). Viel Spaß beim Eintauchen in die Arbeitswelt der Frau S.!

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