Urlaub ade – her mit den Alltagsabenteuern!

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 24. August 2016 um 10:23

Der Urlaub ist vorbei, der Arbeitsalltag ist zurück und die Motivation geht gegen Null. Davon können gerade um diese Zeit viele ein Lied singen. Um am Arbeitsplatz nicht vor den online Urlaubsbildern der Kollegen in Mitleid zu versinken, haben wir hier fünf Anregungen für kleine Abenteuer gesammelt, die sich leicht mit dem Job arrangieren lassen und dabei dein (Arbeits-)Leben wieder mit etwas mehr Pfeffer versehen können.

Freunde und Bekannte halten uns via Instagram und Snapchat ständig vor Augen, wie leicht das Leben im Sommer sein kann und dass am Meer einfach alles besser ist. Selbst hat man den Urlaub aber schon hinter sich gebracht und ist wieder in der schnöden Routine des Lebens angekommen: dem Alltag. Noch schlimmer: dem Arbeitsalltag. Gequält aufstehen, zur Arbeit fahren, auf die Mittagspause hinfiebern, um dann ins Nachmittagstief zu verfallen und nach Arbeitsende ohnehin wieder nur auf der Couch zu landen – so muss es nicht laufen. Gerade die Zeit nach dem Urlaub bietet sich an, um Routinen zu durchbrechen und lang Gewohntes zu ändern. Das Abenteuer Alltag wartet schon auf dich!

#1 Ein nasser Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Pendeln – der Spielverderber zu Beginn und Ende eines Arbeitstags. Schlechtgelaunte Menschen im Stau, ob in einer Autokolonne oder einer überfüllten Bahn, nerven nicht einfach nur, das tägliche Pendeln zur Arbeit schmälert auch die Lebenszufriedenheit nachweislich –Studien belegen das. Um nach einem (hoffentlich) entspannenden Urlaub, der meist auch nicht ohne Auto, Bahn oder Flugzeug auskommt, nicht gleich wieder in den Irrsinn der Verkehrsspirale zu geraten, kannst du gegenlenken und den Weg zu bzw. von der Arbeit zum kleinen Abenteuer machen: Das Fahrrad ist immer eine Lösung. Liegt dein Arbeitsplatz in der Nähe eines Gewässers, gibt es eine spektakulärere und erfrischendere Möglichkeit: Pack deine Kleidung, deine Wertsachen und ein Handtuch in einen Plastikmüllsack oder einen wasserdichten Beutel. Dann geht’s ab in den See oder den Fluss (funktioniert nur flussabwärts, außer du willst eine richtige Challenge ;-) wahlweise gerne auch mit Boot oder SUP-Board. Je nach Kondition und Laune landest du nach zehn Minuten oder einer Stunde im Büro und das auf jeden Fall frischer als zuvor. Wer sich die Portion Abenteuer eines Wildwasserstroms sparen möchte oder kein Gewässer vor der Arbeit hat, kann auch einfach ein paar Bahnen im Schwimmbad ziehen.

#2 Mach mal (Mittags-)Pause!

Mittags in die Kantine, das Einsermenü verspeisen, vielleicht noch einen Kaffee und ein kurzer Tratsch mit den Kollegen und dann geht’s pflichtbewusst wieder zurück an den Schreibtisch. Und das tagein tagaus. Das muss nicht so sein. Nimm dir die eine Stunde zu Mittag (oder wie lange du auch immer zu Verfügung hast) Zeit und verbring sie einfach mal anders: Ob Kurz-Museumsbesuch, Chillen im selbstmitgebrachten Liegestuhl mit einem kühlen Getränk oder Blind Date beim Restaurant um die Ecke – es geht um den Effekt des Ungewohnten, der auch dazu führt, dass du bereits am Vormittag in freudiger Erregung bist und mit dem nötigen Abstand später wieder konzentriert an die Dinge herangehst. Und am Abend kannst du dir einmal mehr richtig gönnen, auf die Couch zu fallen – immerhin hast du ja richtig was erlebt in deiner Mittagspause.

#3 Tour de Essen

Apropos Mittagspause: Essen muss man ja auch. Im Urlaub greift man meistens nicht selbst zum Kochlöffel und gönnt sich so einiges, was zuhause tabu ist. Schließlich ist ja nicht immer Urlaub. Zurück daheim benimmt man sich anfangs gerne wie der verwöhnte Gast in Hotel Mama: Was gibt’s heute? Selbst kochen – pfff…keine Lust! Gönn dir mal eine Woche lang bekocht zu werden. Wer flexible Arbeitszeiten hat, kann sich morgens Zeit für ein richtiges Frühstück nehmen: mit drei Stück Gebäck und vier Tassen Kaffee am All-you-can-eat-Büffet oder á la carte mit Luxusgütern wie Pancakes (mit vollgeschlagenem Bauch lässt sich die Mittagspause dann auch mal spontan woanders verbringen → siehe Punkt 2). Ebenso legitim: Am Nachmittag einfach mal ein Eis von der Tanke holen (oder gleich eine ganze Packung, wenn man sich bei den Kollegen beliebt machen will). Für einen Schuss Glamour verabrede dich nach der Arbeit mit einem Freund oder einer Freundin in einem noblen Restaurant auf einen Snack und mach dich noch in der Arbeit schick dafür.

#4 Die Suche nach dem Schatz – das bessere Pokémon Go

Das Schöne daran, vom Urlaub wieder heimzukommen, ist es ja, wieder heimzukommen. Die Krux daran aber auch. Alles ist so langweilig vertraut, die eigene Stadt kennt man meist wie die eigene Westentasche. Geheimnisse und schöne, verborgene Plätze gibt es wohl kaum mehr zu entdecken – oder? Dass du dich da mal nicht täuschst! Seit Pokémon Go ist man als urbaner Mensch mittlerweile nicht allzu leicht irritiert von Menschentrauben, die mit dem Blick auf dem Handy durch die Stadt streifen. Viel lohnender ist es allerdings, auf dem Weg in die Arbeit oder nach der Arbeit nicht auf Monsterjagd zu gehen, sondern auf eine echte Schatzsuche. Geocaching macht es möglich, einen Ort auf eine andere Art zu erkunden, Hintergrundwissen darüber zu sammeln und haptische Gegenstände (teils echte „Schätze“) einsammeln zu können. Lade dir dazu eine App wie „Geocaching“ von Groundspeak oder „c:geo – opensource“ herunter und suche nach kleinen Behältnissen (sog. „Caches“), die andere Geocacher in der Umgebung versteckt haben. Dazu musst du unter anderem Rätsel lösen. Hört sich kindisch an? Gibt’s aber auch in der Erwachsenenversion mit richtigen kniffligen Aufgaben oder bei Nacht („Nightcaches“). Aber Achtung: absolute Suchtgefahr (siehe Pokémon Go)!

#5 Ch-ch-ch-ch-changes!

Lern von David Bowie: Manchmal muss man einfach was verändern! Und wenns nur eine Kleinigkeit ist. Wenn es deine Arbeit erlaubt, wechsel einfach mal deinen Arbeitsplatz oder geh raus zum Arbeiten. Du hast das Gefühl, ein Tag zuhause arbeiten könnte dich weiterbringen? Dann frag nach, ob du Home Office ausprobieren kannst.

Generell gilt: Um dein (Arbeits-)Leben spannend zu halten sei spontan und lass Abwechslungen und Überraschungen zu! Nimm mal eine Herausforderung an, die du dir im ersten Moment nicht zutraust. Jemand hat miese Laune und lässt das am Telefon an dir aus? Sei mal ausgesprochen nett und sieh was passiert.

Belohn dich für einen erfolgreichen Arbeitstag, aber auch für eine sehr anstrengende Woche mit einem spontanen Städtetrip am Wochenende oder einem Wellnesstag, um den Kopf frei zu bekommen – dabei kannst du ja ruhig mal auf dein Handy verzichten. Oder liefer dir mit deinen Kollegen eine Challenge: Wer hält am längsten durch, nichts Süßes zu essen oder jeden Tag kleine Übungen für die Fitness zu machen? Inspiration für Office Fitness Hacks kannst du dir zum Beispiel hier holen.

Bildnachweis: Yulia Grigoryeva / Shutterstock

Tanja Karlsböck

Tanja Karlsböck verfasst Blogposts rund umʼs Arbeitsleben, denn Schreiben ist ihre liebste Kulturtechnik.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren