Fünf Gründe, warum Google als Arbeitgeber beliebt ist

von in Arbeitsleben, Arbeitsmarkt, HR am Mittwoch, 29. Juni 2011 um 14:53

Egal welches Arbeitgeber-Ranking herangezogen wird: Der Suchmaschinenriese Google belegt meist einen der vorderen Plätze. Bei Ingenieuren und Informatikern schon jahrelang beliebt, wollen auch immer mehr Menschen mit betriebswirtschaftlichem Background für das Unternehmen arbeiten. Was aber macht den Reiz aus? Was bietet Google was andere Arbeitgeber nicht bieten? Fünf Gründe, warum Google nicht nur im Web, sondern auch im Work-Life gefragt ist.

Zwei Studentenbefragungen haben jüngst wieder gezeigt, wer am Arbeitsmarkt die Hosen an hat. Die besten und beliebtesten Arbeitgeber sind allesamt berühmt, erfolgreich und verfügen über das gewisse Etwas an Prestige. Allen voran Google, das in der vom schwedischen Employer-Branding-Consulter Universum durchgeführten Studie „Europe’s Ideal Employers 2011“ nur bei Studenten aus dem Bereich Wirtschaft knapp von Apple geschlagen wird. Ansonsten – egal ob technische oder geisteswissenschaftliche Studien – belegt Google unangefochten Platz 1.

In die gleiche Kerbe schlägt eine – ebenfalls auf europäischer Ebene durchgeführte Studie – vom Berliner trendence Institut. Dabei wurden 310.000 Studierende aus 24 Ländern nach ihren Wunscharbeitgebern befragt. Der erste Platz im Ergebnis geht wenig überraschend an: Google. Das damit nicht nur die meisten Studenten sondern mitunter auch die größten Talente zu Google wollen, erklärt sich damit fast von selbst.

Wie kann das sein? Was macht Google – in Zeiten wo Employer Branding immer wichtiger wird – was andere nicht machen? Und warum dominiert Google nicht nur den Suchmaschinenmarkt, sondern ist offenbar auch als Arbeitgeber obenauf?

5 Gründe, warum Google als Arbeitgeber beliebt ist

  1. Promifaktor: Ein auf den ersten Blick augenscheinlicher Grund, der bei einem Blick auf die Top10 der beliebtesten Arbeitgeber seine Bestätigung erfährt. Die Liste liest sich wie das Who is Who der weltweit erfolgreichen Unternehmen. Deswegen verhält es sich wie im „echten“ Leben: Wer prominent ist – ganz egal ob Mensch oder Unternehmen – für den interessiert man sich.
  2. Silicon-Valley Wettbewerb: Der „War for Talents“ im amerikanischen Silicon Valley ist unerbittlich. Die dort angesiedelten Technologieunternehmen (Facebook, Zynga, Twitter und – natürlich – Google) überbieten sich bei der Mitarbeitersuche gegenseitig. Von 2009 auf 2010 gab es um 70% mehr IT Job-Postings. Menschen, die zu Google wechseln, wollen bei diesem Überangebot daher auch etwas geboten bekommen.
  3. Free Meals: Häufig hört man, was es bei Google nicht alles gratis gibt. 18 unterschiedliche Kaffeesorten, freies Frühstück, Mittag- und Abendessen, gratis Shuttlebusse, kostenlose Roller, Fahrräder und Regenschirme. Und obendrein noch ein Tag pro Woche, an dem Mitarbeiter ihre eigenen Ideen für das Unternehmen entwickeln und umsetzen können. Diese und viele andere Maßnahmen motivieren Mitarbeiter. Nicht nur am Arbeitsplatz sondern auch beim Gespräch mit Freunden und Bekannten. Und persönliche Weiterempfehlungen sind bekanntlich besonders wertvoll.
  4. Gleich und Gleich gesellt sich gern: Es ist mittlerweile hinlänglich bekannt, dass bei Google viele Menschen mit richtig guter Ausbildung und Talent arbeiten. Als brillianter Mathematiker oder einfallsreicher Ingenieur trifft man dort seinesgleichen.
  5. Das liebe Geld: Im Schnitt verdienen Ingenieure bei Google 97.000 Dollar pro Jahr. Exklusive Sonderzahlungen. Boni liegen im Schnitt bei jährlich 21.000 Dollar. Und für 2011 gabs für alle (!) Mitarbeiter 1.000 Dollar Urlaubsbonus.

Das man Google bei aller Lobhudelei auch gerne kritisch sehen darf und muss, steht außer Frage. Dass es Mitarbeiter gibt, die ihre Google-Arbeitskollegen als „verwöhnte Kinder“ bezeichnen auch. Als Denkanstoß für’s eigene Unternehmen können die genannten Fakten aber allemal dienen.

David Kitzmüller

David Kitzmüller ist Marketing-Teamleiter bei karriere.at. Zwischen Werbekampagnen und Performance-Analysen schreibt er in seinen Blogposts über Trends und neueste Entwicklungen in der Webwelt.

Durch die Nutzung unserer Angebote erklärst du dich mit dem Setzen von Cookies einverstanden. Mehr erfahren