Das Wunschgehalt der Österreicher: 3.000 Euro monatlich

von in Arbeitsleben am Mittwoch, 6. Mai 2015 um 10:52

Für ein „gutes Leben“ müsste man monatlich 3.000 Euro verdienen, Didi Mateschitz ist Finanz-Vorbild Nummer Eins und harte Arbeit alleine schafft keinen Reichtum. Diese Ansichten rund um Geld und Finanzen gehen aus einer aktuellen Allianz-Studie hervor. Dazu wurden 1.000 Österreicher zu ihrer Meinung über Geld und Einkommen befragt.

Geld regiert die Welt

Dieser Aussage schließen sich laut Geldstudie der Allianz 88 Prozent der österreichischen Bevölkerung an. Sie denken, dass Geld ein Mittel ist, um seinen gesellschaftlichen Status zu erhöhen. „Jeder Zweite glaubt daran, dass man mit genügend Geld sorgenfrei leben kann“, ergänzt Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. Ein monatliches Einkommen von 3.000 Euro steht auf der Wunschliste der Österreicher, beinahe das Doppelte von dem, was tatsächlich netto verdient wird. Für viele bleibt das ein Wunsch, fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass ihr Einkommen sehr oder eher niedrig ist. Besonders unzufrieden sind laut Studie die Niederösterreicher und Kärntner. Sehr viel Geld bleibt für die hohe Kante nicht: Nur 12,9 Prozent des Einkommens werden durchschnittlich in Spar- oder Vorsorgeprodukte investiert.

Arbeit schafft keinen Reichtum

Mit viel Arbeit zu Reichtum und Wohlstand? Fehlanzeige. Erbschaft oder Glücksspiel führen nach Meinung vieler eher zu Reichtum als harte Arbeit und gute Bildung. Ob sich Leistung in Österreich überhaupt noch auszahlt, wurde kürzlich auch in einer IMAS-Studie erfragt. Eine Erbschaft bewerten mehr als die Hälfte als Weg zum Reichtum, die richtige Berufswahl ist für 50 Prozent der richtige Weg. Gleich darauf folgen der Lottogewinn und familiäre Zuwendungen. Vorbilder fürs Geldverdienen haben die Österreicher aber: Red Bull-Gründer Didi Mateschitz ist für die Befragten der Inbegriff des erfolgreichen Österreichers, wenn es um Finanzen und Investment geht.

So definieren Österreicher Reichtum

  1. Sich alles leisten können (31 Prozent)
  2. Unabhängig sein (26 Prozent)
  3. Sorgenfrei leben (22 Prozent)
  4. Gesundheit (13 Prozent)
  5. Immobilien (8 Prozent)

Düstere Aussicht in die Zukunft

Ein Blick in die Zukunft stellt die Österreicher auch nicht besonders zufrieden. 66 Prozent glauben, dass sie in fünf Jahren nicht mehr Geld als heute zur
Verfügung haben werden. Die Schaffung von Vermögen wird auch in Zukunft nicht leichter werden, das denken 79 Prozent der Befragten. Schlechte Aussichten, wenn man bedenkt, dass für 85 Prozent Geld in Zukunft gleich wichtig oder noch wichtiger sein wird als jetzt.

Zur Studie

Die Umfrage „Die Österreicher und ihr Geld“ wurde in Form einer Online-Befragung vom GfK-Institut durchgeführt. Befragt wurden – repräsentativ für ganz Österreich – 1.000 Personen zwischen 16 und 65 Jahren.

Bildnachweis: Kichigin / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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