Diese Berufe beeinflussen die Gesundheit besonders stark

von in Arbeitsleben, HR am Donnerstag, 10. Dezember 2015 um 11:34

Wie es um die Gesundheit österreichischer Arbeitnehmer bestellt ist, hat der Gesundheitsmonitor der Arbeiterkammer wieder untersucht. Für gesundheitliche Probleme ist vor allem die Art der Tätigkeit ausschlaggebend. Arbeitnehmer in der Gastronomie und Hotellerie, Reinigungskräfte und Textilarbeiter leiden am häufigsten unter schlechter gesundheitlicher Verfassung.

Was die Gesundheit betrifft, haben es manche Beschäftigte schlechter erwischt als andere: Wer vorwiegend körperliche Arbeit verrichtet, klagt vermehrt über gesundheitliche Probleme. Aus dem Arbeitsgesundheitsmonitor der Arbeiterkammer geht auch hervor, welche Berufsgruppen ihren Gesundheitszustand am schlechtesten bewerten. Eine gute Nachricht gibt es aber: Gegen physische und psychische Beschwerden am Arbeitsplatz ist ein Kraut gewachsen – gefragt sind hier allerdings die Arbeitgeber und Führungskräfte.

Von kleinen und großen Wehwehchen

38 Prozent der Beschäftigten im Gastgewerbe geben an, dass ihr derzeitiger gesundheitlicher Zustand mittelmäßig bis schlecht ist. Dieser Aussage schließen sich 37 Prozent der Textilarbeiter und 36 Prozent der Reinigungskräfte an.

  • 63 Prozent der Arbeitnehmer im Gastgewerbe und 59 Prozent der Reinigungskräfte klagen häufig über Kopfschmerzen.
  • Unter hohem Blutdruck leiden 40 Prozent der Textilarbeiter, ein Viertel ist außerdem von Hautausschlägen betroffen.
  • Süße Träume vermisst beinahe die Hälfte der im Gastgewerbe tätigen Arbeitnehmer: 46 Prozent geben an, unter Schlafstörungen zu leiden. Schuld daran ist häufiges Arbeiten am Abend oder in der Nacht.

Vorsicht! Schlechte Chefs gefährden die Gesundheit

An einer körperlich fordernden Tätigkeit lässt sich meist nichts ändern, das Arbeitsumfeld trägt zum Wohlbefinden aber erheblich bei. Dem Führungsstil kommt dabei eine besondere Rolle zu: 28 Prozent der Arbeitnehmer, die mit ihrem Chef happy sind, haben keine körperlichen Beschwerden. Wer mit seiner Führungskraft unzufrieden ist, klagt dafür eher über gesundheitliche Probleme.

Gesundheits-Klassiker: Obstkorb

Betriebliche Gesundheitsförderung wirkt sich ebenfalls positiv aus. Je größer das Angebot, desto gesünder die Belegschaft. Wird keine Gesundheitsförderung angeboten, geben 29 Prozent der Beschäftigten an, dass es ihnen gut geht. Mit einer fördernden Maßnahme sind es 33 Prozent, mit zwei bis drei Gesundheitszuckerln bereits 39 Prozent. Was das Angebot betrifft, sind bei Österreichs Arbeitgebern vor allem die Klassiker zu finden – allem voran der Obstkorb. Er steht als gesundes Angebot auf der Wunschliste der Österreicher auch ganz oben.

Gesundheitsangebote im Betrieb
Bildnachweis: mihalec/Shutterstock; AK OÖ

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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