Schlummertrunk – von wegen! Alkohol lässt vor allem Frauen schlechter schlafen.

von in Arbeitsleben am Freitag, 18. Februar 2011 um 11:43

Das Thema Wochenende interessiert jeden. Zwei Tage, die nur einem selbst gehören, in denen der Chef im Idealfall nichts zu melden hat. Auch in seinem eigenen Interesse, wie wir vergangene Woche beschrieben haben: Denn die wöchentliche Auszeit hilft uns auch, im Job besser zu werden. Dass dabei aber auch der Faktor Schlaf eine wichtige Rolle spielt, sagt der Hausverstand. Dass aber dessen Qualität wiederum vom Faktor Alkohol maßgeblich beeinflusst wird, belegt nun eine Studie. Vor allem Frauen sind vom Schlaf-Räuber Alkohol betroffen.

Feuchtfröhliche Abende soll es an Wochenenden ja bekanntlich da und dort geben. Wer dabei regelmäßig zu tief ins Glas schaut, tut sich nichts Gutes, das ist bekannt.

Wer sich aber vornimmt, sein Wochenende so richtig zur Entspannung und zum Ausschlafen zu verwenden, sollte sich hüten, der Legende des „Schlummertrunks“ aufzusitzen. Wie eine aktuelle Studie von US-Wissenschaftlern rund um Todd Arnedt belegt, hilft übermäßiger Alkoholgenuss nämlich nur beim Einschlafen selbst. In der zweiten Nachthälfte sei der Körper dann aber so stark mit dem Abbau des Giftes beschäftigt, dass man insgesamt wesentlich schlechter schläft.

Alkohol ist für Frauen ein Schlaf-Räuber

Vor allem Frauen würden sich mit Alkohol um die Erholung bringen, so das Experiment: 59 Frauen und 34 Männer wurden für die Studie gewonnen, um sich wissenschaftlich einen Rausch von einem Promille anzutrinken und danach zu schlafen.  Jedenfalls die Hälfte der Probanden. Jeder zweite Teilnehmer nämlich erhielt alkoholfreies „Placebo-Getränk“. In den acht Stunden Schlaf wurden daraufhin Herzfrequenz, Gehirnfunktion und hinterher persönliche Empfindungen dokumentiert. Was sich dabei herausstellte: Frauen empfanden Ihren Schlaf tendenziell weniger entspannend als Männer und litten öfter beziehungsweise länger unter Wachphasen als Männer.

„Schlummertrunk“ ist Mythos

Forscher Arnedt räumt mit seiner Studie mit dem „Mythos Schlummertrunk“ auf: „Ein erheblicher Teil der Bevölkerung verwendet Alkohol regelmäßig, um Einschlafprobleme zu bekämpfen. Die Tastache, dass der Alkohol eine negative Wirkung auf den späteren Schlaf hat, ist vielen Menschen dagegen nicht bewusst.“
Förderlich auf die Schlafqualität würden sich nur geringe Mengen Alkohol auswirken. Experten nennen 0,2 Liter Wein als Obergrenze dafür.

Christoph Weissenböck

Christoph Weissenböck macht Kommunikation bei karriere.at. Und dazwischen Blogposts. Schreiben ist für ihn mehr als ein Job.

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