Jobabsage! 6 Gründe, warum es nicht an dir liegt

von in Bewerbung, Jobsuche am Mittwoch, 23. November 2016 um 11:25

Du hast viel Zeit und Energie in die Bewerbung gesteckt, warst dir nach dem Jobinterview vielleicht sogar schon sicher, dass es mit dir und dem Arbeitgeber klappen würde, und dann das: Es tut uns leid, Ihnen mitteilen zu müssen, dass wir uns für einen anderen Kandidaten entschieden haben. Es folgen die üblichen guten Wünsche für deinen weiteren Lebensweg, aber in deinem Kopf kreist längst die Frage: Warum hat es nicht geklappt? Höchste Zeit, nach der Absage auf die Bewerbung dein Ego zu streicheln: Sechs Gründe, warum es nicht immer an dir liegt:

Absage! Warum hat es nicht gereicht?

„Ich war nicht gut genug“ ist wohl ein Satz, der vielen Bewerbern nach einer Absage zu allererst in den Sinn kommt. Zu Unrecht – denn es liegt nicht immer an dir, deinen Qualifikationen oder deiner Persönlichkeit. Im Idealfall – und wenn du bereits zum Gespräch eingeladen warst – macht sich der Arbeitgeber die Mühe und verfasst ein individuelles Absageschreiben. Vielleicht greift der Personaler sogar zum Telefon, um dich anzurufen. Die Realität sieht oft anders aus: Warum es letztendlich nicht geklappt hat, das verraten Arbeitgeber nicht immer. Mit einem Standard-Absage-Schreiben, vom Juristen überprüft, schützen sich Unternehmen davor, in die Diskriminierungsfalle zu tappen.

Falls du unter Absagen gerade besonders zu leiden hast, ist es vielleicht an der Zeit, dir in Erinnerung zu rufen: Es liegt nicht unbedingt an dir!

6 Gründe, warum es mit dem Job nicht geklappt hat

  1. Das Unternehmen braucht sofort jemanden
    Du würdest für den Job grundsätzlich gut passen, aber das Unternehmen hat es eilig. Ein anderer Bewerber bringt vergleichbare Qualifikationen mit und kann schon in zwei Wochen starten. Aufrund deiner Kündigungsfrist müsste der Arbeitgeber leider ganze zwei Monate auf dich warten. Zeit, die er momentan nicht hat.
  2. Den Job gibt es gar nicht
    Passiert selten, aber doch: Ein Unternehmen oder Berater schreibt eine Stelle aus, die gar nicht vakant ist. Manchmal möchten sie den Markt der Bewerber einfach abklopfen oder ihren Talentepool auffüllen.
  3. Die Stelle wurde inoffiziell schon besetzt
    Manche Unternehmen müssen ihre Posten öffentlich ausschreiben – auch dann, wenn sie bereits jemanden für die Stelle in petto haben. Am Arbeitsmarkt ein offenes Geheimnis, für Bewerber natürlich unangenehm.
  4. Du bist überqualifiziert
    Wer bereits lange auf der Suche nach einem Job ist, bewirbt sich mitunter für Stellen, die der eigenen Qualifikation überhaupt nicht entsprechen. In diesem Fall stapelst du mit deiner Bewerbung tief. Natürlich könntest du den Job gut machen, dich in zwei Jahren aber vielleicht auch tödlich langweilen und dir einen anderen Job suchen. Für Arbeitgeber durchaus ein Grund, Bewerber mit zu hoher Qualifikation für manche Tätigkeiten nicht in Betracht zu ziehen.
  5. Du passt nicht zum übrigen Team
    Das mag jetzt wie ein „Es liegt an dir!-Grund“ klingen, sieh das ganze aber mal von der anderen, positiven Seite: Dem Arbeitgeber liegt es am Herzen, dass sich alle Teammitglieder gut miteinander verstehen und in die Kultur des Unternehmens einfügen. Ist bereits absehbar, dass du dich im Team nicht wohlfühlen würdest, hat dir der Arbeitgeber mit seiner Absage vielleicht sogar einen Gefallen getan: Oder möchtest du dich als einziger Querdenker gegen ein eingesessenes Team konservativer „alter Hasen“ durchsetzen?
  6. Ein anderer Bewerber ist besser geeignet
    Das Unternehmen entscheidet sich für jemand anderen – das ist bitter. Was hat er (oder sie), was ich nicht habe? Du wirst es vermutlich nicht herausfinden, aber: Diese Entscheidung bedeutet nicht, dass du für die Stelle oder den Arbeitsmarkt generell ungeeignet bist. Sich zu bewerben bedeutet immer auch, sich in den Wettbewerb zu begeben. Der beste Kandidat hat vielleicht nur einen klitzekleinen Vorsprung – aber diese Kleinigkeit bringt ihn nach vorne. Kopf hoch, denn irgendwann landest du auf Platz eins!

Bildnachweis: Ink Drop / Shutterstock

Martina Kettner

Martina hat zwei Leidenschaften: Schreiben und Fotografieren. Für karriere.at macht sie Ersteres und bloggt am liebsten über alles, was den Arbeitsalltag schöner und Karriereplanung einfacher macht.

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