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08.02.2010

Konkurrenz aus dem Osten: "Bewerber sind voll Energie"

(c) colourbox

Die Einschätzung vieler heimischer Personalverantwortlicher, dass Nachwuchskräfte aus den Staaten Mittel- und Osteuropas (Central and Eastern Europa, kurz CEE) zu ernst zu nehmenden Konkurrenten heimischer Bewerber geworden sind, bestätigt Danica Purg im "Presse"-Gespräch. Die jungen Absolventen, die verstärkt auf den heimischen Arbeitsmarkt drängen, haben noch die wirtschaftlichen Entbehrungen nach dem Ende des kommunistischen Regime erlebt.

"Daher ist es nun besonders wichtig für sie, Karriere zu machen", so die Gründungspräsidentin der IEDC Bled School of Management in Slowenien sowie der CEEMAN (Central and East European Management Development Association), einer Vereinigung von mittel- und osteuropäischen Business Schools. Purg war letzten Freitag im Rahmen des diesjährigen "EFMD Meeting for Deans & Directors General" gemeinsam mit mehr als 40 anderen Universitätsleitern aus aller Welt an die WU gekommen.

"Begierig zu lernen"

Den jungen Menschen sei klar, dass sie ihre Situation nur durch eine hochkarätige Ausbildung verbessern können. Daher seien die Bewerber "voll Energie und höchst begierig zu lernen", so Purg. Wenn auch die CEE-Kandidaten gegenüber den westlichen Kollegen zu echten Konkurrenten geworden sind, so etablieren sich die Universitäten in dieser Region erst langsamer im internationalen Spitzenumfeld. Stolz verweist Purg allerdings an dieser Stelle auf die erstmalige Erwähnung der IEDC Bled School of Management unter den Top-100 im globalen Universitätsranking des Aspen Institute - als bisher einzige Business School im CEE-Raum. Die Universität werde auch zunehmend von österreichischen Unternehmen geschätzt. So bilden einige heimische Konzerne mit Engagement in der Region - konkret nennt Purg unter anderem die Erste Bank und Henkel CEE - ihre Mitarbeiter hier weiter.

Raum für Kunst

Die Business School habe sich der Kunst verschrieben, betont Purg: "Sie schockiert, provoziert und erzeugt unterschiedliche Gefühle. Eine solche Umgebung benötigen Manager, um reflektieren zu können." Mehr als 200 Kunstwerke gebe es daher an der Universität, um eine kreative Umgebung zu erzeugen, wie die Professorin betont. Damit könne die Business School dem Thema Innovation, einem der Schwerpunkte der IEDC, am besten Rechnung tragen.

Die IEDC

Internationale Business School

Die IEDC Bled School of Management rangiert als Einzige im CEE-Raum im Aspen-Ranking unter den Top-100-Universitäten. Die slowenische Universität, die im Jahr 1986 gegründet wurde, setzt neben Innovation und Kunst vor allem auf Internationalität: So kommen etwa 80 Prozent der bis zu 4000 Studierenden, die jährlich Kurse belegen, aus dem Ausland.

Die Presse/Nikolaus Koller

 

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