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05.02.2010

150 Minuten Sport pro Woche machen Manager mobil

(c) colourbox

Gerade bei etwas älteren Managern, die jahrelang am Schreibtisch gesessen sind, statt sich ausreichend zu bewegen, besteht aber die Gefahr, dass sie von einem Tag auf den anderen zuviel Sport machen, sagt Gerald Maurer, Leiter der Abteilung für Kardiologie an der Medizinischen Universität Wien. Es kann zu kardiovaskulären Problemen, in schlimmen Fällen zu einem Herzinfarkt kommen. Maurer: "Gerade für ältere Menschen ist es daher wichtig, vor dem Training zu einem Arzt zu gehen."

 

Allgemein wird unter so genannten aeroben und anaeroben Sportarten unterschieden: Aerobe Sportarten sind alle, bei denen Sauerstoff verbraucht und Kalorien verbrannt werden - etwa Schwimmen, Laufen und Radfahren. Diese sind gut für den Stoffwechsel und Blutdruck. Anaerobe Sportarten hingegen sind jene, die mehr dem Muskelaufbau dienen, etwa Gewichtheben. Auch diese haben laut Maurer einen Wert, sind gut für den Stoffwechsel - denn wer Muskelmasse hat, verbrennt etwa Blutzucker besser. Zudem ist mehr Muskelmasse gut für die Haltung und verhindert Osteoporose. Gut ist daher, aerobe und anaerobe Sportarten zu kombinieren.

 

Schweinehund adé. Und wie häufig sollte trainiert werden? "Das ist abhängig von der eigenen Fitness", sagt Maurer: "Ein guter Richtwert sind 150 Minuten Sport pro Woche; es sollte regelmäßig mindestens drei bis vier Mal pro Woche trainiert werden." Der Trainingsplan sollte mit einem persönlichen Trainer abgestimmt werden - das gilt für Kraft- ebenso wie für Ausdauertraining. Denn Vorsicht ist beim Training auf jeden Fall geboten, sonst besteht Verletzungs- oder Herzinfarktgefahr. Gerade im Winter ist die Gefahr für das Herz am höchsten: Die Gefäße ziehen sich in der Kälte zusammen, es kommt häufiger zu Infarkten - vor allem in solchen Fällen ist die Beratung also wichtig. Andererseits ist Sport in der kalten Jahreszeit hilfreich, denn Bewegung beugt dem Winter-Blues vor: "Es werden Endorphine ausgeschüttet, das sind die körpereigenen Antidepressiva", sagt Maurer.

 

Alternativen zum Joggen - die wohl beliebteste Manager-Sportart - gibt es ja genug: Wer übergewichtig ist, sollte etwa besser radfahren, um die Knöchel zu schonen; bei Nordic Walking besteht ebenfalls weniger Verletzungsgefahr als beim Laufen. Und wem es draußen zu kalt ist, der kann zuhause Gymnastik machen oder auf dem Heimrad strampeln. Maurer: "Alles ist besser als herum zu sitzen".

 

Und wie überwindet man den inneren Schweinehund, um sich endlich zum Trainieren aufzuraffen? Ganz einfach: "Machen Sie eine Sportart, die Ihnen Spaß macht", sagt Rienössl: "Ansonsten verlieren Sie innerhalb kürzester Zeit Ihre Motivation."

 

1. Joggen ist die wohl beliebteste Manager-Sportart. Wie bei allen Sportarten ist auch hier ein persönlicher Trainer wichtig, um Schäden zu vermeiden. Gerade im Winter ist die Infarktgefahr höher.

 

2. Radfahren hat ähnliche Effekte wie Joggen, aber diverse Vorteile: Wer übergewichtig ist, sollte lieber radeln, um seine Gelenke zu schonen. Das Gleiche gilt für Menschen mit Knie-, Gelenk-und Hüftproblemen.

 

3. Nordic Walking birgt ebenfalls weniger Verletzungsgefahr als das Joggen. Außerdem bietet Nordic Walking gegenüber dem Joggen den Vorteil, dass nicht nur die Beine, sondern auch die Arme belastet werden.

 

4. Gewichtheben ist nur eine von vielen nützlichen Kraftsportarten. Durch den Aufbau von Muskelmasse werden hier Stoffwechsel und Haltung verbessert, Osteoporose wird vorgebeugt.

 

WirtschaftsBlatt/Stefan Mey

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