Eine gute Onlinebewerbung besticht schon durch ihre äußere Form – übersichtlich strukturiert und in perfekter Rechtschreibung. Lassen Sie Ihre Bewerbung notfalls gegenlesen. Und vor allem: Lassen Sie sich mit dem Abschicken Zeit.
Genau wie auf traditionellem Wege sollten Sie die fertige Bewerbung mit etwas Abstand noch einmal kritisch durchlesen. So entdecken Sie noch Rechtschreibfehler oder schiefe Formulierungen. Lassen Sie sich nicht durch den Sende-Button dazu verführen, Ihre Mail zu früh abzuschicken. Behandeln Sie Ihre Onlinebewerbung so ernsthaft wie eine traditionelle Bewerbung, denn viele Firmen machen Ihre E-Mail sowieso dazu.
Sie drucken sie nämlich aus und legen sie auf den Stapel mit den schriftlichen Bewerbungsmappen. Deswegen brauchen Sie im Textfeld Ihrer E-Mail nur kurz auf Ihre Bewerbung und die Anlage eingehen. Sie können den Text Ihres (nicht zu langen) Anschreibens wiederholen und einkopieren – auch das geht.
Punkten Sie schon beim Betreff: Erwähnen Sie darin unbedingt den Anlass Ihrer E-Mail – die Bewerbung. Sonst kann es Ihnen passieren, dass die Mail ungeöffnet in den Papierkorb verschwindet. Beziehen Sie sich auch auf die Stellenanzeige der Firma mit Datum und Kennziffer der Anzeige, z.B. Bewerbung als Systemadministrator bei karriere.at vom 1.3.2010
Beginnen Sie Ihr Anschreiben mit einer persönlichen Ansprache und verwenden Sie die "Sie"-Form. Formulieren Sie es präzise, aber möglichst kurz. Beziehen Sie sich auch hier nochmals auf die Stellenanzeige. Bringen Sie Ihre Vorzüge buchstäblich auf den Punkt – aber immer so, dass sie im Zusammenhang mit dem gesuchten Stellenprofil stehen.
Denn wie auch bei klassischen Bewerbungen nehmen sich Personalchefs oft nur wenige Minuten Zeit für die erste Durchsicht Ihrer Onlinebewerbung. Möchte die Firma nicht ausdrücklich die Zusendung Ihrer kompletten Unterlagen, genügt für Ihre Bewerbung neben dem Anschreiben meist der Lebenslauf. Erwähnen Sie aber unbedingt, dass Sie auf Nachfrage die kompletten Unterlagen auf schriftlichem oder virtuellem Weg nachreichen können.
Eine Unterschrift ist bei einer Onlinebewerbung nicht unbedingt erforderlich. Zwar wäre das durch die Möglichkeit des Scannens technisch kein Problem, viele Firmen halten aber bereits die Mühe, die Sie sich mit Ihrer Bewerbung gegeben haben, einer Unterschrift entsprechend.
Der Wunsch, aus der Menge der Bewerbungen herauszustechen, ist verständlich. Halten Sie sich trotzdem lieber in der optischen Aufmachung Ihrer Onlinebewerbung zurück. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind zwar unbegrenzt, Smileys oder bunte, blinkende Grafikelemente sind in diesem Rahmen aber eher unangebracht. Bleiben Sie bei der klassisch-schlichten Schwarz-Weiß-Variante und bestechen Sie eher durch Inhalt als durch die Aufmachung.